Pressemitteilung

Minister
  • 15.05.2017

Innenminister Thomas Strobl: „Der Polizei Baden-Württemberg ist es ein Anliegen, die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern“

  • Portrait des Ministers für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl. Foto Chaperon.


„Die Polizei hat viele Gesichter und viele Facetten – sie ist ein Stück weit auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Rund 15.000 schwerbehinderte Menschen arbeiten in den Polizeien des Bundes und der Länder. Die Tagung der Gesamt- und Hauptschwerbehindertenvertretungen der Polizei des Bundes und der Länder, die nach 22 Jahren erstmals wieder in Baden-Württemberg stattfindet, unterstreicht: Menschen mit Behinderung gehören dazu und sind unverzichtbarer Teil in allen Lebensbereichen“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der 37. Arbeits- und Schulungstagung der Gesamt- und Haupt-schwerbehindertenvertretungen der Polizei des Bundes und der Länder (AGSV POL BL), die vom 15. bis 19. Mai 2017 in Künzelsau stattfinden wird.

„Viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die im Laufe ihres Berufslebens eine schwere Behinderung hinnehmen mussten, können weiterhin in der Polizei arbeiten – weil sie und wir das wollen. Das gilt auch für Polizeibeschäftigte mit Handicap in Verwaltung, Technik und Wissenschaft“, so der Innenminister. 

Die Tagung der AGSV POL BL findet im Hotel Anne-Sophie in Künzelsau statt. Die Mitglieder der AGSV Polizei BL vertreten die Interessen von schwerbehinderten Menschen, die in der jeweiligen Polizei der Länder, bei der Bundespolizei und beim Bundeskriminalamt ihren Dienst verrichten.

Die 33 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer werden sich in den folgenden Tagen über die Fortschritte und Probleme in der Polizei auf dem Weg zur Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Binderungen sowie die dabei gemachten Erfahrungen austauschen. „Eine Integration von schwerbehinderten Menschen in die Arbeitswelt kann in der Polizei wie auch in anderen Bereichen nur durch einen kontinuierlichen Überzeugungsprozess gelingen. Es geht nicht um Mitleid, sondern um Teilhabe und Wertschätzung – behinderten Menschen muss es möglich sein, durch Leistung ihren Platz zu finden. Das ist in unser aller Interesse und gilt auch für die Polizei“, sagte Landespolizeipräsident Gerhard Klotter zum Auftakt der Tagung. Die Quote der Beschäftigten mit Behinderung ist von knapp drei Prozent im Jahr 2001 auf knapp fünf Prozent im Jahr 2016 gestiegen. 

Wesentliche Themeninhalte der Tagung sind Posttraumatische Belastungsstörungen bei Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten und Änderungen im Recht der Schwerbehindertenvertretungen. 


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