Cybersicherheit

Zumeldung zum Hackerangriff auf die Messe Stuttgart

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.

Zum Hackerangriff auf die Messe Stuttgart sagte ein Sprecher des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg:

„Es ist beschämend, wie die SPD hier Ängste bei den Menschen schürt. Die SPD hat überhaupt kein Konzept bei der Cybersicherheit und lässt dafür jetzt mit falschen Behauptungen Nebelkerzen aufsteigen. Das hilft wirklich am allerwenigsten. Wir haben in diesem Bereich in Baden-Württemberg Pionierarbeit geleistet. Und trotz all der Maßnahmen kann niemand einen Cyberangriff zu 100% ausschließen. Wir verzeichnen hier einen drastischen Anstieg an Angriffen – die vor keiner Unternehmens- oder Behördengrenze Halt machen. Genau deshalb arbeiten wir auch an einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie, die auch Gegenstand der Haushaltsberatungen sein wird.

Fakt ist:

  • Baden-Württemberg verfügt flächendeckend über spezialisierte Organisationseinheiten zur Bekämpfung der Cybercrime und ist darüber hinaus das erste Bundesland, das einen ganzheitlichen Bekämpfungsansatz (Organisationsstrukturen, spezialisiertes Personal auf allen Ebenen, Definition von Standards bis hin zur Ausstattung) entwickelt und umgesetzt hat. Zum Beispiel mit der Abteilung Cybercrime/Digitale Spuren und der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim LKA und seinen inzwischen 130 Spezialisten. Oder: mit den spezialisierten Kriminalinspektionen (Cybercrime und Digitale Beweismittel) bei allen regionalen Polizeipräsidien und den landesweit rund 280 Ermittlern, Datenauswertern und Beamten für IT-Beweissicherung.
  • Mit der Cyberwehr haben wir erstmals in einem Pilotprojekt eine digitale Feuerwehr, eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet. Wir haben damit eine ganz eklatante Marktlücke geschlossen: Bislang konnte die Polizei die betroffenen Unternehmen im Schadensfall lediglich auf eine Liste zertifizierter IT-Unternehmen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik verweisen – auf der aber nur ein Dienstleister aus Baden-Württemberg gelistet war.
  • Und obwohl kleinere Krankenhäuser und kommunale Versorger selbst für Schutzmaßnahmen zuständig sind, lassen wir sie nicht alleine, sondern übernehmen Verantwortung zum Schutz kritischer Infrastrukturen im Land. Zum Beispiel bieten wir Cyberabwehrsimulationen an, die erste derartige Übung fand im März mit Stadtwerke-Experten des ‚Verbands kommunaler Unternehmen e.V. Landesgruppe Baden-Württemberg‘ statt. Zwei weitere Übungen sind bereits geplant. Sie werden im zweiten Halbjahr 2019 mit KRITIS-Unternehmen aus den Sektoren Gesundheit und Energie stattfinden.