Bundesrat

Bundesrat stimmt Änderung des Telekommunikationsgesetzes zu

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes zugestimmt. Damit wird das überragende öffentliche Interesse am Netzausbau gesetzlich verankert.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mobilfunkmast

Das beschleunigt Genehmigungsverfahren deutlich – vor allem für den Bau von Mobilfunkmasten. 

„Ein modernes, digitales Deutschland braucht zwei Dinge gleichermaßen: ein leistungsfähiges, schnelles Internet und eine flächendeckende, zukunftssichere Mobilfunkversorgung. Das neue Telekommunikationsgesetz beschleunigt Genehmigungsverfahren, sorgt für mehr Kooperation mit Kommunen und sichert Investitionen – damit Deutschland nicht Nachzügler, sondern Vorreiter im digitalen Wettbewerb wird. Nur so erreichen wir digitale Teilhabe für alle, treiben wirtschaftlichen Fortschritt voran und stärken unsere digitale Souveränität. Mit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes sendet die Bundesregierung ein starkes Signal: Sie ist entschlossen, Deutschlands digitale Infrastruktur auf das nächste Level zu heben. Glasfaser- und Mobilfunknetze erhalten die Priorität, die sie verdienen – und jene Planungssicherheit, die Investoren brauchen. Gleichzeitig bleibt die Rücksicht auf Natur und Umwelt gewahrt und wir setzen auf Tempo, Verbindlichkeit und Effizienz“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am Freitag, 11. Juli 2025, in seiner Rede in der Plenarsitzung des Bundesrats in Berlin.

Genehmigungsverfahren werden deutlich beschleunigt

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes zugestimmt. Durch das Gesetz wird das überragende öffentliche Interesse am Netzausbau gesetzlich verankert. Dadurch wird etwa Vorhaben zum Ausbau des Mobilfunknetzes in Genehmigungsverfahren bei der Abwägung der unterschiedlichen Belange in der Regel Vorrang eingeräumt. Darüber hinaus werden Genehmigungsverfahren – vor allem für den Bau von Mobilfunkmasten – deutlich beschleunigt. Der Deutsche Bundestag hatte den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD am 26. Juni 2025 angenommen.

„Die digitale Infrastruktur sichert die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Für Millionen Menschen, für Unternehmen, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen ist schnelles Internet nicht Luxus, sondern Lebenselixier. Ich erinnere zum Beispiel an den Brand eines Reisebusses auf der Schwarzwaldhochstraße. Das Kontaktieren der Feuerwehr gestaltete sich wegen der Funklöcher an der B500 schwierig. Mit dem neuen TKG haben wir jetzt die Grundlage gelegt, hier deutlich schneller voran zu kommen“, so der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Jährlich fließen die meisten Fördermittel des Bundes nach Baden-Württemberg

Durch eine zielgerichtete Förderpolitik, eine Milliardenoffensive und den stetigen Austausch mit der Telekommunikationsbranche und den Kommunen hat die Landesregierung die Rahmenbedingungen für die flächendeckende Gigabitversorgung gesetzt. Seit 2016 hat das Land mehr als 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Bundeszuschüssen ergibt sich ein Gesamtbetrag von rund 6,74 Milliarden Euro für den Breitbandausbau, erläuterte in diesem Zusammenhang Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Im Vergleich zu den anderen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland hat Baden-Württemberg überproportional von den Fördermitteln des Bundes profitiert. Seit dem Jahr 2020 fließen jährlich die meisten Fördermittel des Bundes nach Baden-Württemberg. Bis heute hat das Land so mehr als 3.700 Projekte gefördert. Im Doppelhaushalt 2025/2026 sind weitere 1,1 Mrd. Euro für den Ausbau des schnellen Internets in Baden-Württemberg vorgesehen. Mit den beschleunigten Genehmigungsverfahren kann dieses Geld nun noch schneller „unter die Straße gebracht werden“ indem Glasfaserkabel zeitnah verlegt werden können.

Die Rede des Stv. Ministerpräsidenten und Innenministers Thomas Strobl finden Sie in unserer Mediathek.

Weitere Meldungen

Blaulicht und Schriftzug "Stopp Polizei" auf einem Einsatzfahrzeug.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität im Jahr 2025

Neue Polizeimotorräder 2026
Polizei

Neue Motorräder für die Polizei

Digitalfunk BOS
Wenn jede Sekunde zählt

Polizei rettet Leben

Ernennung Bjedov
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fußballstadion.
Polizei

Baden-Württemberg punktet in der Fußballsaison 2025/2026 auch bei der Sicherheit

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-Württemberg

v.l.n.r.: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Jennifer Lautensack, Innenminister Manuel Hagel MdL, Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neue stellvertretende Leiterin beim Polizeipräsidium Mannheim

Rettungsmedaille verliehen an Muhammad Afzal
Sicherheit

Muhammad Afzal mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet

Verfassungsschutzbericht 2025
Verfassungsschutz

Verfassungsschutzbericht 2025 vorgestellt

Marco Hess
Land und Kommunen

Parlamentsrat Marco Hess wird Erster Landesbeamter im Hohenlohekreis

Minister Hagel eröffnet die Aktionswoche "Gib Acht im Verkehr"
Verkehrssicherheit

Start der vierten Aktionswoche der Verkehrssicherheit

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.
Regierungspräsidium Karlsruhe

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

"#einervonuns" auf schwarzem Hintergrund
Zumeldung

Tödlicher Unfall auf dem Hockenheimring