Rettungsdienst

Start des neuen Rettungshubschraubers Christoph Ortenau am Flughafen Lahr

Am 17. April hat die neue Luftrettungsstation in Lahr offiziell den Betrieb aufgenommen. Mit dem dort stationierten Rettungshubschrauber Christoph Ortenau sorgen in BW nun neun Rettungshubschrauber für die Notfallversorgung aus der Luft.

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Rettungshubschrauber Christoph Ortenau in Lahr

„Christoph Ortenau verbessert die medizinische Versorgung aus der Luft für den nördlichen Schwarzwald und die Ortenau. Nun werden auch vom neunten Luftrettungsstandort in Lahr aus täglich Menschenleben gerettet. Das ist ein starkes Zeichen für die Sicherheit in Baden-Württemberg. Wir stehen zu einer zukunftsfähigen, schnellen und professionellen Luftrettung“, erklärte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl MdL anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme am 17. April 2026 in Lahr.

Wichtiger neuer Baustein in der Notfallversorgung

Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung, hieß die Gäste am Airport Lahr herzlich willkommen und würdigte in seinen Begrüßungsworten die vom ersten Moment an reibungslose Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort und das herzliche Willkommen in der Region: „Wir danken dem Innenministerium dafür, mit der Aufgabe betraut worden zu sein, hier in Lahr eine neue Luftrettungsstation in Baden-Württemberg aufzubauen und für das damit ausgesprochene Vertrauen. Wir freuen uns, jetzt mit Christoph Ortenau einen wichtigen neuen Baustein in der umfassenden und flächendeckenden Notfallversorgung in der Ortenau und darüber hinaus bereit stellen zu können.“

Christoph Ortenau ist ein Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor von Airbus. Er ist täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten im Einsatz. Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht die Besatzung in maximal 15 Flugminuten. Die Besatzung setzt sich aus Piloten und Notfallsanitätern der DRF Luftrettung sowie Notärzten aus dem Department Notfallmedizin des Ortenau Klinikums zusammen. Der Funkrufname „Christoph Ortenau“ betont die Verbindung zur Stationierungsregion und ist eine gewollte Abkehr von der bisherigen Praxis, Rettungshubschrauber mit einer Kombination aus Namen und Nummern zu benennen.

Hubschrauber wird optimal genutzt

Ein zentrales Merkmal des neuen Standorts ist der sogenannte Dual-Use-Betrieb: Christoph Ortenau steht sowohl für die Notfallrettung als auch für Verlegungs- und Intensivtransporte zwischen verschiedenen Kliniken zur Verfügung. Dadurch wird eine hohe Einsatzverfügbarkeit und eine herausragende medizinische Versorgung in der gesamten Region gewährleistet. Dieser Dual-Use-Betrieb sorgt dafür, dass der Hubschrauber optimal genutzt wird – und Patientinnen und Patienten genau die Versorgung erhalten, die sie benötigen. Das Einsatzspektrum ist breit und reicht von schwereren Verkehrsunfällen über internistische Notfälle bis hin zu hochsensiblen Intensivtransporten.

Christoph Ortenau ist Teil der im November 2022 vorgestellten, neuen Luftrettungsarchitektur des Landes Baden-Württemberg. Neben Lahr wird in Ravenstein (Neckar-Odenwald-Kreis) zukünftig ein zweiter neuer Luftrettungsstandort entstehen. Final gibt es damit dann zehn Luftrettungsstandorte im Land.

Nach der Vergabe der Dienstleistungskonzession für den neuen Standort durch das Innenministerium haben das Land Baden-Württemberg und die DRF Luftrettung im August 2025 den Beauftragungsvertrag unterzeichnet. Die Inbetriebnahme zum 1. April 2026 erfolgte nun drei Monate früher als geplant. „Das Land dankt der DRF Luftrettung, dem Flughafen Lahr und allen Partnern, die den früheren Betriebsbeginn ermöglicht haben“, erklärte Innenminister Thomas Strobl in seiner Festrede.

Pressemitteilung "Land vergibt Luftrettungsstandort Lahr an die DRF Luftrettung" vom 11.08.2025
Pressemitteilung „Entscheidung über die künftigen Luftrettungsstandorte“ vom 17.11.2022
Luftrettungsgutachten (Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg, 5/2020)

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Mediathek.

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