Verkehrssicherheit

Start der Motorradsaison 2026

Durch milde Temperaturen und Sonnenschein ist die Motorradsaison 2026 schon früh eröffnet. Leider gingen damit auch gleich mehrere, teils schwere Verkehrsunfälle einher. Die Polizei gibt Ratschläge zum Saisonstart.

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Motorradfahrer und Auto auf einer Landstraße. Quelle: Fotolia

„Auf den Straßen in Baden-Württemberg sind spätestens seit dem Osterwochenende wieder die Biker unterwegs. Neben Fahrspaß, Freiheit und Gemeinschaft darf es da freilich an der Sicherheit im Straßenverkehr nicht fehlen. Motorradfahrer sollten ihre eigenen Fähigkeiten nach der Winterpause nicht überschätzen und mit der gebotenen Sorgfalt in die Saison starten. Mehr als 60 Prozent der tödlichen Unfälle von Motorradfahrern sind selbstverursacht – meist, weil schlicht und ergreifend zu schnell gefahren wird. Darum gilt: Fahren Sie sicher und vernünftig, um sich und andere nicht zu gefährden“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl MdL mit Blick auf den Start der Motorradsaison 2026.

Sicher in die Saison

Nach der Winterpause sollten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ihr Motorrad technisch überprüfen, wenn notwendig in einer Fach-Werkstatt. Funktionieren die Bremsen? Haben die Reifen noch genügend Profiltiefe? Ist der Ölstand ausreichend? Funktioniert die Batterie? Sind Haupt- sowie Abgasuntersuchung noch gültig?

Und auch die eigene Sicherheitsausstattung sollte gewissenhaft kontrolliert werden. Denn selbst wenn der eigene Motorradhelm optisch noch gut aussieht - das Material lässt mit den Jahren nach und kann sich negativ auf den Aufprallschutz auswirken.

Neben technischer Sicherheit und passivem Schutz spielt auch das eigene Fahrverhalten eine zentrale Rolle. Gerade bei den ersten Ausfahrten empfiehlt es sich, sich langsam wieder mit dem eigenen fahrbaren Untersatz vertraut zu machen. Angepasste Geschwindigkeit, vorausschauendes Fahren und der Verzicht auf riskante Überholmanöver tragen maßgeblich dazu bei, Unfälle zu vermeiden.

Aktionsmonat „Motorrad“ im Mai

Mit dem zurückliegenden Feiertag und schönem Wetter am vergangenen Wochenende ging es nun für die Polizei in den Aktionsmonat „Motorrad“ im Mai.

Leider kamen an diesem verlängerten Wochenende zwei Motoradfahrer auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

In den nächsten Wochen stehen Kontrollen und die Überwachung besonders stark frequentierter Strecken auf der Agenda. Dafür setzt die Polizei knapp 1.200 Beamtinnen und Beamte ein und wird bei 240 geplanten Kontrollmaßnahmen ein genaues Auge auf Geschwindigkeit, das Einhalten von Überholverboten sowie Umbauten an den Motorrädern haben. Aber nicht nur das: Mit einer breiten Palette von Präventionsmaßnahmen wird ebenso auf die Sicherheit von Motorradfahrenden hingewirkt. Insgesamt sind 36 Maßnahmen geplant, darunter unter anderem Infostände sowie Kooperationen mit dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club e.V. (ADAC) und dem Motorsport-Club (MSC), um möglichst viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer zu erreichen.

Das vergangene Jahr

In Baden-Württemberg sank in der Motorradsaison von März bis Oktober 2025 die Gesamtzahl der Motorradunfälle um 3,1 Prozent auf 4.050 Unfälle (2024: 4.178). Ebenso war die Anzahl der Motorradunfälle mit Personenschaden rückläufig. Insgesamt registrierte die Polizei 3.311 Unfälle mit Verunglückten und somit eine Abnahme um 2,5 Prozent im Vergleich zu 2024 (2024: 3.396). Deutlich sank die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer um 11,2 Prozent auf 883 Verletzte (2024: 994). Dem gegenüber steht ein Anstieg bei den tödlich verunglückten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern um vier Verunglückte auf 67 (2024: 63). Fast zwei Drittel der Unfälle mit tödlichem Ausgang haben die Motoradfahrerinnen und -fahrer selbst verursacht. Die häufigste Unfallursache bei diesen Unfällen war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit.

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