Verkehrssicherheit

"Section Control" für Tempolimits diskutieren

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Überhöhte Geschwindigkeit gilt nach wie vor als Haupt-Unfallursache. Die Polizei lotet daher auch neue Methoden zur Verkehrsüberwachung aus. In den Blickpunkt rückt dabei insbesondere die bereits in Österreich an unfallkritischen Tunnelabschnitten oder Gefällstrecken eingesetzte „Section Control“. In Baden-Württemberg ist eine Erprobung denkbar. Darauf verständigten sich Innenminister Reinhold Gall und der Vorsitzende des ACE Auto Clubs Europa, Wolfgang Rose, bei einem Gespräch in Stuttgart.

Bei „Section Control“ wird nicht wie bei einem herkömmlichen Blitzer das Augenblicks-Tempo gemessen, sondern die in einem längeren Streckenkorridor gefahrene Geschwindigkeit. Nach Auffassung des ACE trägt die Messung einer Durchschnittsgeschwindigkeit nicht nur zu einer höheren gesellschaftlichen Akzeptanz gegenüber polizeilichen Maßnahmen bei, sondern auch zu einem deutlichen Rückgang der Unfallzahlen - wie internationale Beispiele belegten.

Innenminister Gall zeigte sich nach dem Gedankenaustausch mit der ACE-Spitze grundsätzlich auch bereit, den Lkw-Verkehr durch die Polizei stärker ins Visier zu nehmen. Wer den gebotenen Sicherheitsabstand und Überholverbote nicht beachte, müsse auch im Straßengüterverkehr verstärkt mit verkehrsrechtlichen Folgen rechnen. In dem geplanten Technik-Modernisierungsprogramm der Polizei ist daher die Anschaffung neuer Abstands-Messgeräte und weiterer Auslesegeräte zur Überwachung der Sozialvorschriften, von neuen Waagen für die Gewichtskontrolle, von Wärmebildkameras zur Bremsenprüfung und die modellhafte Einrichtung von Selektions-Kontrollstellen wie in Bayern und Österreich vorgesehen.

Quelle:

Innenministerium Baden-Württemberg

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