Russlanddeutscher Kulturpreis

Ministerialdirektor Julian Würtenberger: „Im Russland-deutschen Kulturpreis zeigt sich die besondere Verbundenheit des Landes Baden-Württemberg mit den Russland-deutschen“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Staatssekretär Julian Würtenberger


„Die leidvolle Geschichte und die besondere Kultur der Russlanddeutschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb stellen wir sie in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Diesem Ziel dient die Verleihung des russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg“, sagte Ministerialdirektor Julian Würtenberger, Amtschef des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration am Montag, 05. Dezember 2016, bei der Preisverleihung.

Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis geht in diesem Jahr an das Russland-Deutsche Theater in Niederstetten. Die Jury war sich einig, dass das vom Ehepaar Maria und Peter Warkentin geleitete und betriebene Theater am besten dem entspricht, was der diesjährige russlanddeutsche Kulturpreis auszeichnen soll: der Vermittlung der russlanddeutschen Kultur. Das Russland-Deutsche Theater Niederstetten leistet dazu seit mehr als zwanzig Jahren einen wichtigen Beitrag. Es wurde von ehemaligen Mitgliedern des Deutschen Theaters Alma-Ata (Kasachstan) gegründet. Die Grundidee des Theaters besteht darin, als Brücke zwischen den Russlanddeutschen und den Einheimischen zu dienen. Diese Brücken- und Vermittlungsfunktion wird mit hohem Engagement und großem Erfolg wahrgenommen. Auf dem Spielplan stehen unter anderem Werke russlanddeutscher Herkunft und Eigenproduktionen, welche die russlanddeutsche Geschichte und Gegenwart thematisieren. Das Theater spricht ein breites Publikum an, das sowohl aus Spätaussiedlern als auch aus Einheimischen besteht. Darüber hinaus hat das Theater auch Gastspiele bei den in Russland verbliebenen Russlanddeutschen absolviert.

Eine Ehrengabe in Höhe von 2.500 Euro erhält der Hamburger Verein der Deutschen aus Russland e.V. für seinen langjährigen und sehr erfolgreichen Einsatz für die Pflege und Vermittlung russlanddeutscher Kultur. Der Verein deckt mit vielfältigen Initiativen ein breites Spektrum ab, das von Liedern über Brauchtum bis zur Volkskunst reicht. Der Verein organisiert mit zahlreichen Ensembles und Gruppen viele Veranstaltungen, darunter auch interkulturelle Feste, bei denen russlanddeutsche Aussiedler, andere Migranten und Einheimische gemeinsam Kultur erleben und praktizieren. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen.

„Mit den verliehenen Preisen bringt das Land Baden-Württemberg den Preisträgern seinen Dank und seine Anerkennung zum Ausdruck“, erklärte Würtenberger: „Die Jury hat mit ihrer Entscheidung herausragende Vertreter der russlanddeutschen Kultur ausgezeichnet. Die Preisträger haben sich in besonderer Weise um den Erhalt, die Pflege und die Geschichte der Deutschen aus Russland verdient gemacht.“

Baden-Württemberg vergibt alle zwei Jahre den Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes. Der Preis ist Ausdruck der Patenschaft des Landes über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Der Preis wird an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die durch ihr Engagement russlanddeutsche Kultur und Identität sowohl in den Herkunftsländern als auch in der Bundesrepublik vermitteln, verbreiten und fördern.

Weitere Meldungen

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrssicherheit

Verkehrsunfallbilanz 2025: Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Zwei Kinder mit Schultaschen zwischen geparkten Autos am Straßenrand. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für den Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg ab jetzt möglich

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Dichter Verkehr. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus der zweiten Verkehrssicherheitskonferenz

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

Rettungsdienst

Land investiert kräftig in den Neubau, Umbau und die Erweiterung von Rettungswachen

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Gesetzentwurf zur besseren Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen

Minister Thomas Strobl (links) und die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein (rechts)
Gedenken

Minister Thomas Strobl zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl am 8. März 2026

Zahlen, Daten, Fakten

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft erstmals Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden

Stimmzettel in Wahlurne geworfen. Quelle: Fotolia
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Peter Hahn
Land und Kommunen

Peter Hahn wird neuer Regierungsvizepräsident beim Regierungspräsidium Karlsruhe

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

Abschlussbericht des Kabinettsausschusses „Entschlossen gegen Hass und Hetze“

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Kreiswahlvorschläge stehen endgültig fest

Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.
Kulturerbe im Osten

Jahresbilanz 2025 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler