Katastrophenschutz

Innenminister Gall bei EU-Kommissarin Georgieva

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Brüssel will den Vorschlag für ein Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Gemeinschaft überarbeiten. „Die EU ist bereit, auf die von Baden-Württemberg und den anderen Ländern geäußerten Bedenken einzugehen“, stellte der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall nach einem Gespräch mit der für den Katastrophenschutz zuständigen EU-Kommissarin Kristalina Georgieva am Mittwoch, 25. Juli 2012, in Brüssel fest. Dieses habe in einer erfreulich guten und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Aus der Sicht des Ministers sei eine akzeptable länderfreundliche Regelung für den europäischen Katastrophenschutz in greifbare Nähe gerückt.

Baden-Württemberg hatte sich zuvor zusammen mit den anderen Ländern im Bundesrat und in der Innenministerkonferenz dafür ausgesprochen, die von der EU vorgelegten Planungen im Hinblick auf eine drohende Kompetenzverlagerung von den Ländern auf die europäische Ebene nachzubessern. „Die EU darf kein Weisungsrecht über die nationalen Katastrophenschutzbehörden ausüben“, bekräftigte Minister Gall. Der eigentliche Katastrophenschutz falle in die Kompetenz der Bundesländer. In Deutschland habe es sich bewährt, den Katastrophenschutz dezentral vor Ort zu organisieren, etwa durch Feuerwehr und die im Land tätigen Hilfsorganisationen.

Besonders kritisch bewertet Gall die Schaffung eines freiwilligen Ressourcenpools. Dieser könne sich zu einer Zwangsmaßnahme für aktive Mitgliedstaaten und einem sicheren Ruhekissen für weniger aktive Mitgliedstaaten entwickeln. Entsprechendes gelte für die von der EU vorgesehene Schaffung eigener Ressourcen der Gemeinschaft. Die strittigen Fragen sollen nunmehr gezielt erörtert und der Vorschlag danach entsprechend überarbeitet werden, kündigte der Minister an. Vor seinem Gespräch mit EU-Kommissarin Georgieva besuchte er das Katastrophenschutz-Lagezentrum der EU, MIC (Monitoring an Information Centre), in Brüssel und traf mit dessen Leiter Peter Billing zusammen.

Quelle:

Innenministerium Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

SEK Baden-Württemberg
Jubiläum

50 Jahre Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg

Vereidigung von Innenminister Manuel Hagel am 13. Mai 2026 im Landtag von Baden-Württemberg
Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa

Neue Hausspitze

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Minister Thomas Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Kelle für Polizeikontrollen mit Aufschrift "Halt Polizei".
Innere Sicherheit

Länderübergreifender Fahndungs- und Sicherheitstag am 6. Mai

Motorradfahrer und Auto auf einer Landstraße. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Start der Motorradsaison 2026

Zwei Feuerwehrleute vor einem Einsatzfahrzeug
Feuerwehr

Jahresstatistik der Feuerwehren 2025

Rückansicht eines Motorrads auf einer Straße
Verkehrssicherheit

Bundesweiter Aktionstag „sicher.mobil.leben“

Young Heroes
Katastrophenschutz

„Young Heroes“ – auf dem Weg zum Austauschprogramm im Katastrophenschutz

v.l.n.r.: Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Leitender Kriminaldirektor Ralf Keller, Polizeivizepräsident Ralf Keppler und Innenstaatssekretär Thomas Blenke MdL
Polizei

Polizeipräsidium Reutlingen bekommt neuen Polizeivizepräsidenten

Zwei Hände auf einer Computertastatur. Quelle: Fotolia
Sicherheit

Speicherfrist von IP-Adressen

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Verleihung Gigabitkommune@BW
Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“

33 weitere Kommunen nahezu vollständig mit Gigabit versorgt

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Rettungshubschrauber Christoph Ortenau in Lahr
Rettungsdienst

Start des neuen Rettungshubschraubers Christoph Ortenau am Flughafen Lahr

Würfel mit einem aufgedruckten in einem Kasten.
Kulturpreis

Ausschreibung des Russlanddeutschen Kulturpreises 2026 für den Bereich „Publizistik“