Corona-Pandemie

Ernüchternde Corona-Bilanz

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Rückenansicht eines Polizisten der Polizei Baden-Württemberg.

Ernüchternde Corona-Bilanz der Polizei in Baden-Württemberg:  Der Teil-Lockdown gilt seit 2. November. Insgesamt sind seither über 26.000 Verstöße festgestellt worden. Auch im Laufe des zurückliegenden Wochenendes wurden die Vorgaben von vielen Menschen ignoriert.

„Mit dem Erreichten können wir nicht zufrieden sein. Auch wenn die Infektionszahlen weniger stark steigen und heute erstmals bundesweit leicht zurückgehen - das passiert auf einem viel zu hohen Niveau. Stillstand ist eben kein Fortschritt und den brauchen wir aber dringend. Wenn ich die Bilanz der Polizei betrachte, dann sind bei rund 180.000 Personenkontrollen mehr als 26.000 Verstöße gegen die Bestimmungen der Corona-Verordnung, davon allein mehr als 23.000 gegen die Maskenpflicht, nach zwei Wochen des Teil-Lockdowns freilich ernüchternd“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Am 2. November trat die aktuelle Corona-Verordnung in Kraft, die mit ihren verschärften Regelungen das dynamische Infektionsgeschehen eindämmen soll. Die Regelungen gelten zunächst befristet bis zum 30. November 2020.

Auch im Laufe des zurückliegenden Wochenendes wurden die Vorgaben von vielen Menschen ignoriert. Rund 5.640 Verstöße stellte die Polizei zwischen Freitag und Sonntag (13. – 15. November 2020) im Land fest. Auf die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung hatten dabei nahezu 4.700 der Kontrollierten verzichtet. Besonders dreist verhielten sich die Gäste einer Veranstaltung in Ehningen. Dort trafen sich am Sonntagmittag ca. 50 Personen auf einem Privatgelände. Der Grund der Zusammenkunft konnte von der Polizei vor Ort nicht abschließend geklärt werden. Die Anwesenden trugen weder Mund-Nasen-Bedeckungen, noch hielten sie sich an Abstandsregeln. Gegenüber den eingesetzten Beamtinnen und Beamten zeigten sie sich uneinsichtig und höchst unkooperativ.

„Angesichts der aktuellen Infektionszahlen fehlt mir jegliches Verständnis dafür, dass manche die Regeln noch immer leichtfertig oder auch bewusst missachten. Wer sich beim Autofahren nicht anschnallt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und gefährdet mitunter sein eigenes Leben – das ist schlimm. Wer aber die Maske nicht trägt, gefährdet darüber hinaus die Gesundheit seiner Mitmenschen – das ist in höchstem Maße rücksichtslos. Es geht hier nicht um die Frage unterschiedlicher Philosophien, es geht vielmehr um die Frage, ob wir genug Gemeinschaftssinn aufbringen, um uns gegenseitig zu schützen. Vertrauen und Zuversicht sollten uns viel mehr begeistern als Zweifel und abstruse Verschwörungstheorien“, appellierte der Minister.

Nach aktuellen Schätzungen des Landesgesundheitsamtes sind, Stand gestern, 15. November 2020, derzeit 41.533 (+103) Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert.

„Im Gespräch mit der Bundeskanzlerin werden die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder heute die weitere Strategie erörtern. Ganz gleich, was beschlossen wird: Die Maßnahmen werden nur erfolgreich sein, wenn wir sie auch alle gemeinsam umsetzen. Daher können wir auch künftig nicht auf intensive Kontrollen verzichten“, so Innenminister Thomas Strobl weiter.

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Die detaillierten Regeln der aktuellen Corona-Verordnung finden Sie hier.

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