Grundgesetz

20. Karlsruher Verfassungsgespräch

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Exemplare des Grundgesetztes liegen auf einem Tisch.

Am Vorabend des Geburtstages des Grundgesetzes hat Innenminister Thomas Strobl beim 20. Karlsruher Verfassungsgespräch zum Thema „Digitaler Staat - Wohin treibt uns die Pandemie“ im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe teilgenommen.

Beim 20. Karlsruher Verfassungsgespräch erklärte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe:

„Das Grundgesetz war nur als Übergangslösung gedacht, freilich haben die letzten 70 Jahre bewiesen, wie genial und weitsichtig die Mütter und Väter seinerzeit gearbeitet haben. Denn bei allen Veränderungen und Herausforderungen konnten wir uns auf die grundlegenden Wertentscheidungen stützen und gleichwohl unsere Verfassung ständig weiterentwickeln. Die Menschenwürde steht am Anfang und im Mittelpunkt des Grundgesetzes. Das war so und das muss auch in der gegenwärtigen Corona-Krisenlage gelten – und auch in Zukunft, in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.“

Zum Thema Künstliche Intelligenz erklärt der Digitalisierungsminister:

„Wir wollen keine Chinesen werden, die Unverletzlichkeit der Menschenwürde muss unser europäische Fixpunkt auch bei der Digitalisierung sein. Künstliche Intelligenz – KI – muss immer auf das Wohl des Menschen ausgerichtet sein, die Technik muss dem Menschen dienen. Die Digitalisierung kann uns Wohlstand, Bequemlichkeit und Spaß bringen. Das ist eine ganze Menge. Doch Sinn und Liebe – das wird auch künftig das menschliche Leben entscheidend prägen. Deshalb dürfen wir die Technik nicht vergöttern – sonst dient am Ende der Mensch der Technik. Das darf niemals passieren, das widerspricht der Wertentscheidung unserer Verfassung – das reduziert den Menschen, das zerstört seine Würde. Wir brauchen übrigens auch keine digitalen Grundrechte. Ein effektiver Grundrechtsschutz lässt sich auch im digitalen Zeitalter durch Auslegung, Rechtsfortbildung und Weiterentwicklung der Verfassungsdogmatik gewährleisten.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

"Digitaler Staat - Wohin treibt uns die Pandemie?" ist das Thema des 20. Karlsruher Verfassungsgesprächs, das am 22. Mai 2020 ab 19:00 Uhr online per Livestream aus dem Verfassungsgericht auf www.phoenix.de oder www.youtube.com/phoenix zu sehen ist.

Auf dem Podium diskutieren Thomas Strobl (Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration), Dr. Konstantin von Notz (MdB, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Katharina Zweig (Technische Universität Kaiserslautern) und Prof. Dr. Jens-Peter Schneider (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Moderiert wird das Gespräch von Jörg Schönenborn (WDR-Fernsehdirektor).

Am Sonntag, 24. Mai, läuft von 13:00 bis 14:00 Uhr ein Zusammenschnitt des Gesprächs auf Phoenix

Weitere Meldungen

Stimmzettel in Wahlurne geworfen. Quelle: Fotolia
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Peter Hahn
Land und Kommunen

Peter Hahn wird neuer Regierungsvizepräsident beim Regierungspräsidium Karlsruhe

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

Abschlussbericht des Kabinettsausschusses „Entschlossen gegen Hass und Hetze“

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Kreiswahlvorschläge stehen endgültig fest

Taser
Polizei

Breiter Praxischeck für den Taser bei der Polizei Baden-Württemberg

Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.
Kulturerbe im Osten

Jahresbilanz 2025 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler

Zwei Hände auf einer Computertastatur. Quelle: Fotolia
Digitalisierung

Erster erfolgreicher Datenabruf über das NOOTS

Übergabe von Breitbandförderbescheiden
Breitbandausbau

Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Wie Teenager zu Terroristen werden

Weltweit erste kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl 2026

Landeswahlausschuss lässt 21 Landeslisten zu

Sachbearbeiter Einsatz PP Freiburg Laptop Polizei
Digitalisierung der Polizei

eAkte landesweit eingeführt

Polizeifahrzeug der Polizei Baden-Württemberg mit Trauerflor.
Polizei

Polizeipräsidium Oberfranken: Schwerer Verkehrsunfall mit Polizeifahrzeug

Polizei Kontrolle Weihnachtsmarkt
Sicherheit

Friedliche Weihnachtsmarktsaison 2025

Glasfaserkabel sorgen für schnelles Internet.
Breitbandförderung

Neuer Rekord: Über 1 Milliarde Euro an Fördergeldern bisher ausbezahlt

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Polizei spendet an Stiftung Kinderland Baden-Württemberg