Flüchtlinge

Zahl der neuen Asylsuchenden in Baden-Württemberg ist rückläufig

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Araberinnen mit Kopftuch. Quelle: Fotolia.

„Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Baden-Württemberg geht seit Jahresbeginn deutlich zurück. Von Anfang Januar bis Ende Juni wurden rund 22.900 Neuankömmlinge registriert“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am Montag, 11.07.2016, in Stuttgart: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung – wir bewegen uns aber immer noch auf einem hohen Niveau. Wir müssen weiter für eine deutliche, dauerhafte Reduzierung der Zugangszahlen arbeiten.“

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 waren im gesamten vergangenen Jahr 2015 rund 97.800 Asylsuchende nach Baden-Württemberg gekommen und vom Land registriert. Allein im Oktober 2015, dem bisherigen Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung, wurden mehr als 17.300 Flüchtlinge gezählt.

Als Gründe für den Rückgang nannte Strobl die Schließung der sogenannten Balkanroute sowie die Vereinbarungen zwischen der EU und der Türkei. Ein entscheidender Baustein sei auch die Erklärung der Westbalkanstaaten zu sicheren Herkunftsländern zum 24. Oktober 2015 gewesen: „Im Oktober 2015 kamen noch über 1.000 Asylsuchende aus den Westbalkanstaaten nach Baden-Württemberg. Nachdem sie zu sicheren Herkunftsländer erklärt wurden, sind wir jetzt bei unter 300 pro Monat. Das zeigt deutlich, dass die Ausweisung von sicheren Herkunftsländern ein wirksames Mittel zur Begrenzung des Flüchtlingszugangs aus asylfremden Gründen ist“, erklärte der Minister.

Die größte Gruppe der neu registrierten Asylsuchenden – rund 7.600 – kam im ersten Halbjahr 2016 aus Syrien. Weitere wichtige Herkunftsländer waren der Irak (3.300) und Afghanistan (3.100), gefolgt von Gambia (1.800) und Nigeria (900).

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 sind die Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Damals wurden etwa 22.000 Asylbegehrende in Baden-Württemberg registriert. Die Zahlen stiegen dann aber nach dem Sommer drastisch an. Im zweiten Halbjahr 2015 waren es 75.800 Personen.

Seit Jahresbeginn 2016 ging die Zahl der registrierten Asylsuchenden bislang von Monat zu Monat zurück. Im Januar wurden noch mehr als 8.600 Neuankömmlinge gezählt. Im Februar waren es 5.900, im März 2.400, im April 2.200 und im Mai 2.000. Im Juni waren es nur noch etwa 1.800.

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