Sicherheit

Vereinsrechtliche Ermittlungen gegen „Osmanen Germania Boxclub“

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Blaulicht und Schriftzug "Stopp Polizei" auf einem Einsatzfahrzeug.

„In Baden-Württemberg dulden wir keine Straftaten von Rockern und rockerähnlichen Gruppierungen. Deshalb unterstützt die Polizei Baden-Württemberg das vereinsrechtliche Ermittlungsverfahren des Bundesinnenministeriums gegen die Gruppierung ‚Osmanen Germania Boxclub‘. Heute Morgen wurden zeitgleich acht Objekte in den Regierungsbezirken Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg unter Leitung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und unter Beteiligung des Polizeipräsidiums Einsatz durchsucht. Insgesamt waren über 100 Beamtinnen und Beamte der Polizei Baden-Württemberg im Einsatz“, sagte Innenminister Thomas Strobl heute (13. März 2018) in Stuttgart.

Gegen den „Osmanen Germania Boxclub“ besteht der konkrete Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen und von dem Verein schwerwiegende Gefährdungen für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit ausgehen.

Die rockerähnliche Gruppierung „Osmanen Germania Boxclub“ wurde im Frühjahr 2015 gegründet und ist derzeit die größte rockerähnliche Gruppierung in Deutschland. In Baden-Württemberg ist die Gruppierung seit Juni 2015 vertreten. Gegenwärtig existieren hier sechs Chapter mit etwa 100 Mitgliedern und Unterstützern. Die Mehrzahl der Mitglieder sind türkische Staatsangehörige oder verfügen über einen türkischen Migrationshintergrund.

Die Mitglieder stehen seit Gründung der Organisation im Fokus der baden-württembergischen Ermittlungsbehörden. „Wir begegnen allen kriminellen Rockern und rockerähnlichen Gruppierungen mit einer Null-Toleranz-Strategie “, betonte Innenminister Strobl.

„Um dem aufkeimenden Konflikt zwischen dem ‚Osmanen Germania Boxclub‘ und der kurdisch geprägten Gruppierung ‚Bahoz‘ in Baden-Württemberg zu begegnen, haben wir eine Ermittlungsgruppe beim Landeskriminalamt eingerichtet. Das zeigte Wirkung – durch das konsequenten Vorgehen der Ermittlungsgruppe unter Leitung des Landeskriminalamtes in Kooperation mit den Polizeipräsidien Ludwigsburg und Stuttgart sowie der Bundespolizeidirektion Stuttgart konnten im vergangenen Jahr in mehr als 100 Ermittlungsverfahren insgesamt 31 Haftbefehle, u.a. gegen den Weltpräsidenten und Weltvizepräsidenten, erwirkt werden. Die Ermittlungen waren eng mit dem Bundesinnenministerium und den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen abgestimmt. „Die Sicherheitsbehörden haben hervorragend länderübergreifend zusammengearbeitet“, so Innenminister Thomas Strobl.

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