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Qualitätsbericht für den Rettungsdienst 2016 veröffentlicht

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Minister Thomas Strobl im Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes.

„Der Rettungsdienst in Baden-Württemberg hat auch 2016 wieder eine gute Arbeit geleistet. Das bestätigen die Zahlen und Daten vom vergangenen Jahr. Gleichzeitig zeigen sich an einigen Punkten der Rettungskette signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Rettungsbereichen. Wenn für die gleiche Tätigkeit in unterschiedlichen Rettungsdienstbereichen erkennbar zeitliche Unterschiede bestehen, dann müssen wir dieses Qualitätsgefälle bereinigen. Das muss von allen Beteiligten jetzt analysiert und das Potenzial für die Patienten dann auch gehoben werden", sagte Innenminister Thomas Strobl zur Veröffentlichung des diesjährigen Qualitätsberichts Rettungsdienst Baden-Württemberg.

Der Bericht erscheint zum fünften Mal und wird von der Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst Baden-Württemberg (SQR-BW), einer bundesweit einmaligen Einrichtung der Leistungserbringer und Kostenträger, erhoben. Dabei werden Daten des Rettungsdienstes in ganz Baden-Württemberg erfasst und ausgewertet. Im Bericht analysiert die SQR-BW die Qualität der Versorgung von Notfallpatienten nicht nur im Hinblick auf ein möglichst rasches Eintreffen der Rettungsmittel hin, sondern auch im Hinblick auf die im Rahmen der Rettungskette durchgeführten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einschließlich der Auswahl eines geeigneten weiterbehandelnden Krankenhauses.
 
„Transparenz ist die erste und absolut notwendige Voraussetzung zur Qualitätssicherung im Rettungsdienst. Wir erfassen für Baden-Württemberg jeden Teilprozess im rettungsdienstlichen Ablauf. Nur so können wir dann erfolgreich an den richtigen Stellschrauben drehen und damit die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung punktgenau verbessern“, so Innenminister Thomas Strobl.
 
Die SQR-BW habe hier in enger Zusammenarbeit mit den Leitstellen, den Rettungsdienstorganisationen und den Notarztstandorten hervorragende Arbeit geleistet und die jetzt immer umfassenderen Daten zur Rettungskette vorbildlich zusammengeführt und analysiert. Der Minister forderte in diesem Zusammenhang auch von den Leitstellen, die heute noch nicht alle notwendigen Daten liefern können, ihre Technik schnellstmöglich zu ertüchtigen. „Wir brauchen schnell eine vollständige und landesweite Datenübersicht, um die richtigen Optimierungen einleiten zu können“, sagte der Innenminister.
 
Die Daten werden von den Leitstellen, Notärzten und seit 2017 auch von den Rettungswagen nach einem landeseinheitlichen Datensatz systematisch erfasst. Besonderer Fokus liegt auf die besonders zeitkritischen und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Schädel-Hirn-Traumen (Tracer-Indikationen), beispielsweise hinsichtlich der Einhaltung von Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften und der Auswahl einer geeigneten Klinik. Ziel: Gewährleistung einer optimalen Weiterbehandlung.
 
2016 wird von der SQR-BW erstmals auch die Prähospitalzeit (Zeit bis zur Ankunft im Krankenhaus) speziell für die Tracer-Indikationen bei diesen besonders kritischen Notfallindikationen erfasst, ausgewertet und damit Voraussetzungen für weitere Verbesserungen geschaffen. „Das Land Baden-Württemberg ruht sich auf dem bisher Erreichten nicht aus. Wir wollen die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Bereich der Notfallversorgung weiter optimieren und arbeiten jeden Tag daran, ein Stück besser zu werden“, so der Innenminister.

Mit diesem Qualitätsbericht wird nochmals deutlich, dass sich Qualität und damit sichere Versorgung im Rettungsdienst weniger an den planerischen Hilfsfristen bemessen lässt, sondern dass es viel entscheidender ist, dem Patienten möglichst schnell die bestgeeignete ärztliche Versorgung im Krankenhaus zuteilwerden zu lassen.

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Der Bericht kann im Internet heruntergeladen werden unter:

www.sqrbw.de/de/sqr-bw/qualitaetsberichte

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