Migration

Migrationspaket und Staatsangehörigkeitsrecht im Bundesrat

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Innenminister Thomas Strobl

Migrationspaket und Staatsangehörigkeitsrecht waren Thema im Bundesrat. Sowohl beim Geordnete-Rückkehr-Gesetz als auch beim Staatsangehörigkeitsrecht werden Vorschläge aus Baden-Württemberg umgesetzt. Für die Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes hatte Minister Thomas Strobl bei der Innenministerkonferenz die Initative ergriffen und die Verlängerung auf zehn Jahre angestoßen. Innenminister Thomas Strobl: „Herz und Härte gehören zusammen.“

„Die Gesetze des Migrationspakets, die der Bundesrat heute beschlossen hat, stellen die gute Balance her, die wir brauchen. Es braucht Herz und Härte, beides gehört zusammen. Herz für diejenigen, die unseren Schutz benötigen, und Härte gegenüber jenen, deren Ausreisepflicht nach einem langen Verfahren feststeht“, erklärt der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl mit Blick auf die heutige Sitzung desBundesrats: „Erst im Zusammenspiel der verschiedenen Gesetze dieses Pakets können die großen Herausforderungen gelöst werden, die es in der Migrationspolitik gibt. Damit das Fachkräfteeinwanderungsgesetz künftig als Ordnungsrahmen funktionieren kann, ist es unumgänglich, dass die vollziehbare Ausreisepflicht konsequent durchgesetzt wird.“

Mit dem Geordnete-Rückkehr-Gesetz werden Vorschläge aus Baden-Württemberg umgesetzt. Das betrifft die erleichterten Möglichkeiten der Inhaftierung. Das Gesetz sieht sowohl bei der Sicherungshaft als auch beim Ausreisegewahrsam Verbesserungen vor. Es ermöglicht zudem noch als neue Handlungsoption das „kurzfristige Festhalten“. Faktisch, so Innenminister Thomas Strobl, scheitern Abschiebungen hauptsächlich aus zwei Gründen. Die Person werde entweder nicht angetroffen oder sie leiste am Flughafen Widerstand, so dass das Flugzeug ohne sie abhebt: „Deshalb müssen wir den Behörden die richtigen, die passenden Instrumente an die Hand geben, um Abschiebungen effektiv durchzuführen.“
 
Weiteres Thema im heutigen Bundesrat ist die Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes. „Es müsste eine Selbstverständlichkeit sein, dass zu einer Einbürgerung die glasklare und eindeutige Feststellung der Identität gehört. Und ich fordere seit langem, dass die Frist zur Rücknahme von fünf auf zehn Jahre erhöht wird, wenn jemand bei der Einbürgerung über seine Identität täuscht“, so Innenminister Thomas Strobl: „Mit der bislang gültigen Regelung besteht die Gefahr, dass Täuscher und Betrüger sich eine vollkommen neue Identität oder eine zusätzliche Alias-Identität verschaffen. Diese Fälle gibt es und sie sind eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.“ Denn die absurde Situation sei: „Täuscht jemand, der sich einbürgern lässt, bleibt die Einbürgerung wirksam. Eine Rücknahme ist nach dem aktuellen Staatsangehörigkeitsgesetz nur bis zum Ablauf von fünf Jahren möglich.“ Eine Umfrage bei den Bundesländern hatte ergeben, dass in den vergangenen Jahren bundesweit in 58 Fällen die Einbürgerungen wegen Täuschung über die Identität oder die Verfassungstreue zurückgenommen werden mussten. Allerdings konnten in 342 Fällen keine Verfahren wegen Täuschung über Identität oder Verfassungstreue mehr eingeleitet werden, da die Fünfjahresfrist bereits verstrichen war: „Deshalb habe ich in der Innenministerkonferenz die Initiative ergriffen und die Verlängerung auf zehn Jahre angestoßen. Ich freue mich, dass meiner Initiative nun nach der Innenministerkonferenz derDeutsche Bundestag und nun auch der Bundesrat zugestimmt haben. Damit wurde aus einer Idee ein Gesetz.

Weitere Meldungen

Wahlbrief wird in einen Postkasten geworfen. Quelle: Fotolia
Landtagswahl am 8. März 2026

Wahlbenachrichtigung nicht erhalten?

Rückenansicht eines Polizisten der Polizei Baden-Württemberg.
Sicherheit

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Empfang der Landesregierung für die Karnevals- und Fasnachtsvereine
Landesregierung

Empfang der Karnevals- und Fastnachtsvereine 2026

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizeipräsidium Heilbronn

Festnahme eines deutschlandweit aktiven Serieneinbrechers

Minister Thoma Strobl (Mitte) mit zwei Polizisen, welche die neue Polizeiuniform tragen.
Polizei

Komplett neue Polizeiuniform mit Schnitthemmung

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.
Tarifverhandlungen

Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder

Der neue Polizeihubschrauber mit fünf Rotorenblättern
Polizei

Jahresbilanz 2025 der Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrssicherheit

Verkehrsunfallbilanz 2025: Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Das Dienstgebäude des Innenministeriums in der Willy-Brandt-Straße 41.
Polizei

Zumeldung zur Festnahme eines pädokriminellen Täters

Zwei Kinder mit Schultaschen zwischen geparkten Autos am Straßenrand. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für den Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg ab jetzt möglich

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Dichter Verkehr. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus der zweiten Verkehrssicherheitskonferenz

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

Rettungsdienst

Land investiert kräftig in den Neubau, Umbau und die Erweiterung von Rettungswachen

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Gesetzentwurf zur besseren Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen