Unwetter

Kabinett berät über Hilfe für vom Hochwasser betroffene Gebiete

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Stark umspülter Pegelmesser (Bild: Regierungspräsidium Stuttgart)

„Das Land Baden-Württemberg wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den vom Hochwasser der vergangenen Woche betroffenen Menschen zu helfen. Das Ausmaß und die Folgen der Unwetter sind so groß, dass ein solidarisches Handeln des Landes geboten ist“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute (7. Juni 2016) nach der Kabinettssitzung in Stuttgart. Alle Landesprogramme, mit denen die Folgen des extremen Unwetters im privaten, betrieblichen, kommunalen und staatlichen Bereich abgemildert werden könnten, sollten im Jahr 2016 prioritär auf die vom Unwetter betroffenen Gebiete konzentriert werden.

„In einem ersten Schritt zahlt das Land eine Soforthilfe an Private und kleine Gewerbebetriebe. Dabei geht Schnelligkeit vor Gründlichkeit“, betonte Innenminister Thomas Strobl. Die Soforthilfe sei gut angelaufen. „Gestern haben die ersten Betroffenen die Hilfe in Anspruch genommen und Geld ausgezahlt bekommen. Mittlerweile wurden bereits 700.000 Euro Soforthilfen ausgezahlt“, sagte Strobl.

Gleichzeitig stimme das Innenministerium mit den anderen Ressorts die prioritäre Nutzung verschiedener Landesprogramme zur Beseitigung der Schäden ab. Die Ministerien würden alle in Frage kommenden Programme in die Überlegungen einbeziehen und die erforderlichen Schritte zügig einleiten. „Unter anderem werden die Finanzämter Geschädigten entgegenkommen, um unbillige Härten zu vermeiden, Gemeinden erhalten aus dem Ausgleichstock Mittel für Investitionen zur Beseitigung von Hochwasserschäden und für Landwirte gibt es Ad-hoc-Hilfen. Darüber hinaus kommen vor allem Städtebaufördermittel, Fördermittel aus dem Bereich Wasserwirtschaft, Mittel aus dem Bereich Verkehrsinfrastruktur,  und das Liquiditätshilfeprogramm der L-Bank in Betracht“, erklärte Strobl.

Kretschmann und Strobl wiesen darauf hin, dass die Landesregierung am Freitag, 3. Juni 2016, die Auszahlung der Soforthilfe veranlasst habe. Der Ostalbkreis und der Landkreis Schwäbisch Hall hätten am Montag mit der Auszahlung der Soforthilfe begonnen. Die übrigen Landkreise würden am Dienstag folgen. Den vom Hochwasser betroffenen Menschen werde ein Betrag von bis zu 2.500 Euro je Haushalt (500 Euro je Person) und 5.000 Euro je kleinem Gewerbebetrieb gewährt. Die Soforthilfe sei für Betroffene gedacht, die Geld für die ersten unumgänglichen Beschaffungen von verloren gegangenen Gegenständen des täglichen Bedarfs bräuchten. Das Antrags-, Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren erfolge durch die Rathäuser und die Landratsämter. Die Landratsämter könnten die Durchführung auch auf die betroffenen kreisangehörigen Städte und Gemeinden übertragen.

Die Gemeinde Braunsbach sei von den Unwetterfolgen besonders schwer betroffen. Nahezu der ganze Ort mitsamt seiner Infrastruktur sei zerstört worden. Es sei davon auszugehen, dass die Gemeinde Braunsbach (ca. 2.500 Einwohner) finanziell nicht in der Lage sein wird, die Folgen der Ereignisse zu bewältigen. Deshalb stelle man auf der Basis der Schadenserhebungen ein Wiederaufbauprogramm für die Gemeinde Braunsbach zusammen. Dieses Wiederaufbauprogramm werde gerade gemeinsam von allen Ressorts unter Federführung des Innenministeriums entwickelt.

Weiterführende Informationen:

http://im.baden-wuerttemberg.de/de/sicherheit/katastrophenschutz/informationen-zur-hochwasser-soforthilfe/

Weitere Meldungen

Gründungsveranstaltung Medicus
Digitalisierung

MEDI:CUS-Plattform wird zukunftsfest aufgestellt

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
Sicherheit

Start der zweiten landesweiten Sicherheitsbefragung

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Aktion „WIR FÜR EUCH“ zum Schulstart: Polizei BW setzt auf Bürgernähe und Vertrauen

Zwei Kinder mit Schultaschen zwischen geparkten Autos am Straßenrand. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“

Sirene
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag - Erste Bilanz

Eine Person sitz vor dem aufgeklappten Laptop und hat ein Handy in der Hand.
Cybersicherheit

CSBW veröffentlicht Jahresbericht

Startbildschirm der Warn-App "NINA". Bild: © Lichtgut/Leif Piechowski
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Baden-Württembergs Innenminister trifft Fußballvereine
Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neue Polizistinnen und Polizisten für die Polizei Baden-Württemberg

Blaulicht und Schriftzug "Stopp Polizei" auf einem Einsatzfahrzeug.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität im Jahr 2025

Neue Polizeimotorräder 2026
Polizei

Neue Motorräder für die Polizei

Digitalfunk BOS
Wenn jede Sekunde zählt

Polizei rettet Leben

Ernennung Bjedov
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fußballstadion.
Polizei

Baden-Württemberg punktet in der Fußballsaison 2025/2026 auch bei der Sicherheit