Polizei

Bodensee-Sicherheitsgespräch 2011 in Vaduz

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Die polizeiliche Zusammenarbeit in der Bodensee-Region funktioniert hervorragend. Die grenzüberschreitende Sicherheitspartnerschaft ist ausgesprochen eng, vertrauensvoll, pragmatisch und effektiv.“ Das sagte Ministerialdirektor Dr. Herbert O. Zinell am Montag, 23. Mai 2011, am Rande des Sicherheitsgesprächs 2011 in Vaduz. Der Amtschef des Innenministeriums Baden-Württemberg betonte die für ganz Europa modellhafte und sehr erfolgreiche direkte Zusammenarbeit der Polizeien in der Bodensee-Region.

Auf Einladung des liechtensteinischen Innenministers Hugo Quaderer seien die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Staatssekretäre und Regierungsmitglieder der Bodensee-Anrainerländer zu ihrem diesjährigen Sicherheitsgespräch in Vaduz zusammengetreten. Im Mittelpunkt der Beratungen hätte auch in diesem Jahr wieder der tägliche gemeinsame Einsatz gegen die grenzüberschreitende und internationale Kriminalität gestanden. Die bereits abgeschlossenen Polizeiverträge und die vielfältigen Strukturen zum Austausch von Informationen seien für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität ein solides Fundament. Ein sehr gutes Bespiel für diese enge Zusammenarbeit sei die schon seit über 50 Jahren bestehende Polizeichef-Vereinigung Bodensee.

Dr. Zinell begrüßte ausdrücklich den noch im laufenden Jahr vorgesehenen Beitritt Liechtensteins zum Schengen-Raum: „Dieser Schritt bringt Vorteile für alle Beteiligten.“

Liechtenstein werde sich am Schengener Fahndungsverbund beteiligen, die Fahndungsnotierungen seien deshalb künftig bei allen Polizeien im gesamten Schengen-Raum abrufbar. Auch die gegenseitige Unterstützung bei der Kriminalitätsbekämpfung werde nochmals erleichtert. So könne Liechtenstein künftig Ermittlungsersuchen direkt an alle Polizei- und Justizbehörden im Schengen-Raum richten. „Besondere Bedeutung hat der Beitritt für Baden-Württemberg, weil Deutschland und Liechtenstein noch kein Abkommen über die polizeiliche Zusammenarbeit geschlossen haben. Mit Schengen gibt es hierfür künftig eine gute Grundlage“, sagte der Ministerialdirektor.

Dr. Zinell: „Um auch künftigen Herausforderungen angemessen begegnen zu können, ist es notwendig, dass wir vor allem die vertraglichen Rahmenbedingungen für unsere Zusammenarbeit immer wieder auf den Prüfstand stellen und dort nachbessern, wo wir noch Defizite erkennen.“ Es müsse aber auch das Ziel sein, die Schweiz und Liechtenstein noch enger in die Sicherheitsstrukturen der Europäischen Union einzubinden. Er denke beispielsweise an eine Assoziierung an die sogenannten Prüm-Beschlüsse, die unter anderem einen automatisierten Abgleich von DNA-Profilen, daktyloskopischen Daten und Daten aus den nationalen Fahrzeugregistern zuließen und so erheblich zum Erfolg polizeilicher Ermittlungen beitragen würden.

Zusatzinformationen:
Am Bodensee-Sicherheitsgespräch in Vaduz nahmen teil: Regierungsrat Hugo Quaderer, Mitglied der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons St. Gallen, Landesrat Ing. Erich Schwärzler vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern und Dr. Herbert O. Zinell, Ministerialdirektor im Innenministerium Baden-Württemberg.

Quelle:

Innenministerium Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Das Dienstgebäude des Innenministeriums in der Willy-Brandt-Straße 41.
Polizei

Zumeldung zur Festnahme eines pädokriminellen Täters

Zwei Kinder mit Schultaschen zwischen geparkten Autos am Straßenrand. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für den Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg ab jetzt möglich

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Dichter Verkehr. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus der zweiten Verkehrssicherheitskonferenz

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

Rettungsdienst

Land investiert kräftig in den Neubau, Umbau und die Erweiterung von Rettungswachen

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Gesetzentwurf zur besseren Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen

Minister Thomas Strobl (links) und die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein (rechts)
Gedenken

Minister Thomas Strobl zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl am 8. März 2026

Zahlen, Daten, Fakten

MIN STS KSK Calw
Bundeswehr

Innenminister Thomas Strobl zu Gast beim Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft erstmals Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden

Stimmzettel in Wahlurne geworfen. Quelle: Fotolia
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Peter Hahn
Land und Kommunen

Peter Hahn wird neuer Regierungsvizepräsident beim Regierungspräsidium Karlsruhe

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

Abschlussbericht des Kabinettsausschusses „Entschlossen gegen Hass und Hetze“

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Kreiswahlvorschläge stehen endgültig fest