Kulturerbe im Osten

Donauschwäbischer Kulturpreis 2015 verliehen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Die Donauschwaben pflegen ihre Tradition und Brauchtümer auch 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und den schrecklichen Ereignissen von Vertreibung und Flucht, damit die Kultur der alten Heimat erhalten bleibt“, sagte Innenminister Reinhold Gall am Dienstag, 3. November 2015, bei der Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises in Sindelfingen. Kulturarbeit bringe immer ein Stück alte Heimat zurück und spiegele ein Stück Erinnerung wider. Ihm selbst sei die Aufgabe der Kulturpflege sehr ans Herz gewachsen. Für das Land sei die Pflege und Förderung des deutschen Kulturguts eine bleibende Verpflichtung, die künftigen Generationen über Grenzen hinweg zugutekomme.

Baden-Württemberg habe als zentrales und bedeutendes Element des Bekenntnisses zu den Donauschwaben bereits 1966 den Donauschwäbischen Kulturpreis ins Leben gerufen. Mit dem Preis sollten Kulturschaffende geehrt werden, die sich um die donauschwäbische Kultur und die kulturellen Wechselbeziehungen zwischen den Donauschwaben und ihren Nachbarn in den östlichen Siedlungsgebieten besonders verdient gemacht haben. „Und natürlich soll der Preis auch eine Auszeichnung für Kulturschaffende sein, die ihre Verbundenheit zur donauschwäbischen Kultur in und durch ihre Werke ausdrücken“, unterstrich der Minister.

In diesem Jahr sei der Preis in der Kategorie „Kulturvermittlung“ vergeben worden. Kulturelle Erziehung sowie Förderung und Verbreitung von Kulturgut könne auf verschiedenen Ebenen und durch ganz verschiedene Wege und Medien erfolgen. Dementsprechend hätten die Bewerbungen und Vorschläge ein breites Spektrum der donauschwäbischen Kultur und ihrer Vertreter abgedeckt. Die Bewertung sei für die Jury daher keine leichte Aufgabe gewesen.

„Die Preisträger haben sich mit ihrem Schaffen in besonderem Maß um Erhalt und Pflege der Kultur sowie um die Geschichte der Donauschwaben verdient gemacht“, betonte Gall. Der diesjährige Hauptpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, gehe an Prof. Dr. Josef Schwing für seine Publikationen über die deutschen Mundarten Südtransdanubiens, seiner Mitarbeit an einem namenskundlichen Archiv zu Ungarn sowie seinem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement. Der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis gehe für die unabhängigen Forschungen zum Thema „Freikauf Rumänien“ an die Gruppe Familienzusammenführung Rumänien.

Anton Bleiziffer werde für seine vielfältige Tätigkeit zur Bewahrung und Vermittlung des donauschwäbischen Kulturgutes insbesondere im musikalischen Bereich sowie für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement mit einer Ehrengabe ausgezeichnet. Auch die Ehrengabe sei mit 2.500 Euro dotiert. Der Minister gratulierte den Preisträgern und sagte: „Mit den Ihnen verliehenen Preisen möchte das Land Baden-Württemberg seinen Dank und seine Anerkennung zum Ausdruck bringen.“

Weitere Meldungen

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Verleihung Gigabitkommune@BW
Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“

33 weitere Kommunen nahezu vollständig mit Gigabit versorgt

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Rettungshubschrauber Christoph Ortenau in Lahr
Rettungsdienst

Start des neuen Rettungshubschraubers Christoph Ortenau am Flughafen Lahr

Würfel mit einem aufgedruckten in einem Kasten.
Kulturpreis

Ausschreibung des Russlanddeutschen Kulturpreises 2026 für den Bereich „Publizistik“

Vorstellung Lasergestützes Schießtrainingssystem für die Polizei Baden-Württemberg
Polizei

Lasergestützte Schießtrainingssysteme für die Polizei Baden-Württemberg

Kunstausstellung im Innenministerium
Veranstaltungen

Bunte Kunstausstellung im Innenministerium

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.
Kommunen

Weitere fünf Städte und Gemeinden erhalten Zusatzbezeichnungen

Drogen und Fixerutensilien.
Sicherheit

Zahl der Drogentoten im Jahr 2025 leicht zurückgegangen

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
Innere Sicherheit

Politisch motivierte Kriminalität 2025 in Baden-Württemberg

Auspuff eines hochmotorisierten Autos.
Verkehrssicherheit

Autoposerszene bundesweit im Fokus

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Staatssekretär Blenke begrüßt neuen Studienjahrgang an der Hochschule für Polizei

Landtag, Plenarsaal von oben
Sitzung des Landeswahlausschusses am 27. März 2026

Endgültiges Landesergebnis der Landtagswahl 2026 festgestellt

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Staatssekretär Thomas Blenke verabschiedet rund 1.000 Polizistinnen und Polizisten