Pressemitteilung

Sicherheit
  • 25.01.2019

MoWaS, das satellitengestützte modulare Warnsystem

  • v.l.n.r.: Stadtdirektor Dr. Frank Knödler (Stadt Stuttgart), der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger und Staatssekretär Wilfried Klenk. (Bild: © Lichtgut/Leif Piechowski)

    Bild: © Lichtgut/Leif Piechowski

Staatssekretär Wilfried Klenk MdL: „Digitales Warnsystem für die digitale Welt“

„Seit Oktober 2016 setzt das Land Baden-Württemberg bei der amtlichen Warnung der Bevölkerung landesweit erfolgreich auf das im gesamten Bundesgebiet verfügbare modulare Warnsystem des Bundes, kurz: MoWaS, um Menschen vor Gefahrensituationen zu warnen. Mit diesem satellitengestützten System können die von einer Gefahrenlage betroffenen Menschen zuverlässig und schnell gewarnt werden. In einer digitalen Welt braucht es ein digitales Angebot. Das ist die dazugehörige Warn-App NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App – die ‚Sirene für die Hosentasche‘. Sie setzt flächendeckend in ganz Baden-Württemberg die amtlichen Warnungen um“, sagte Staatssekretär Wilfried Klenk MdL am Freitag, 25. Januar 2019, bei der Vorstellung der aktuellen MoWaS-Entwicklung in Stuttgart.

In der Leitstelle für Sicherheit und Mobilität Stuttgart (SIMOS) stellten Staatssekretär Wilfried Klenk MdL und der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, ein Update des Warnsystems MoWaS und die dazugehörige Warn-App NINA vor.

„Die Anbindung der Leitstellen ermöglicht eine schnelle und zeitgemäße Warnung, die auch die passenden Handlungsempfehlungen umfasst. Dies ist gerade auch vor dem Hintergrund sich häufender Unwetterereignisse und der sich verschärfenden Sicherheitslage in Europa ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten in Baden-Württemberg für die sehr gute Zusammenarbeit“, unterstrich Präsident Unger die Bedeutung des Warnsystems. Großer Vorteil des Warnsystems ist, dass mit einer einzigen Eingabe verschiedenste Warnmedien und Multiplikatoren zeitgleich angesteuert werden können: Fernseh- und Rundfunkstationen, Onlineredaktionen der Tageszeitungen und die Warn-App NINA.

Gemeinsam arbeiten Bund und Länder an der ständigen Fortentwicklung des Systems. Um den Meldeweg abzukürzen und die kommunale Ebene noch besser an MoWaS anzubinden, wurde vom Bund mit Unterstützung der Länder in Ergänzung zum bestehenden modularen Warnsystem eine web-basierte MoWaS-Version entwickelt. „Damit können die Warnmeldungen direkt von den Integrierten Leitstellen in den Stadt- und Landkreisen online in das Warnsystem eingegeben und zur Freigabe an das Lagezentrum der Landesregierung im Innenministerium gesendet werden“, führte Staatssekretär Klenk aus. „Mit den web-basierten MoWaS-Oberflächen gehen wir jetzt den nächsten Schritt zur Weiterentwicklung unserer digitalen Kanäle und nutzen bei der Warnung der Bevölkerung konsequent die Chancen, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung ergeben.“ In Baden-Württemberg nehmen 37 Stadt- und Landkreise an dieser Testphase teil.

Seit Einführung des Systems ist die Zahl der Warnungen kontinuierlich gestiegen. Insgesamt seien bereits 133 Warnmeldungen über MoWaS gesteuert worden, davon in 2016 (ab Oktober) sieben Meldungen, im Jahr 2017 bereits 36 Meldungen und im Jahr 2018 90 Meldungen. Die allermeisten Warnmeldungen seien dabei von den Städten, Gemeinden und Landkreisen in Baden-Württemberg veranlasst worden, zum Beispiel bei Bränden, Bombenentschärfungen, Trinkwasserverunreinigungen oder bei Ausfall der Notruf-Nummern.

Weitere Informationen zur Warnung der Bevölkerung und zur Warn-App NINA finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg und auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.


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