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Beste Verkehrsunfallbilanz seit Einführung der Statistik

Verkehrsunfall. (Bild: AdobeStock)

Die Verkehrsunfallbilanz des ersten Halbjahrs 2020 ist die beste Bilanz seit der Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953. Die Anzahl der Getöteten und Verletzten ist auf einem historischen Tiefstand.

„Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger auf historischen Tiefständen. So niedrige Zahlen hatten wir seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953 nicht. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Aber klar ist auch, dass wir hier im zweiten Halbjahr anknüpfen wollen“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Halbjahresstatistik.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 gesunken ( -22,0 Prozent). Bei diesen Unfällen wurden 14.618 Personen leicht ( -21,1 Prozent) und 3.352 Personen schwer verletzt ( -12,9 Prozent). 146 Menschen ( -31,8 Prozent) verstarben auf Baden-Württembergs Straßen.

Weniger Unfälle mit Motorrädern und LKWs

Ein Rückgang ist auch bei den Unfällen unter Beteiligung von Motorrädern (von 2.196 auf 2.047, -6,8 Prozent) festzustellen. Im ersten Halbjahr 2020 sind 21 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ums Leben gekommen. „Im ersten Halbjahr 2020 gab es 29 getötete Bikerinnen und Biker weniger als im 1. Halbjahr 2019 – ein Rückgang von rund 60 Prozent. Das allein sind 29 Familien, die nicht das unsägliche Leid des schmerzlichen Verlustes einer ihrer Lieben ertragen müssen“, so Innenminister Thomas Strobl. Um hier anzuknüpfen ist die Polizei auch in diesen Tagen aktiv. „Natürlich verfolgen wir gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin unseren 5-Punkte-Plan, der eine Überwachungsoffensive, verstärkte Prävention, kostenlose Technikchecks, eine offensive Öffentlichkeitsarbeit und eine Entschärfung gefährlicher Strecken vorsieht“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Positiv sind auch die Rückgänge der Unfälle mit Lastkraftwagen auf 5.712 ( -22,5 Prozent) und die Unfälle mit Fußgängern auf 1.518 ( -20,3 Prozent). Die Zahl der Autobahnunfälle reduzierte sich auf 6.022 ( -31,6 Prozent) und es verunglückten dabei 654 Menschen weniger als im ersten Halbjahr 2019 ( -38,5 Prozent).

Anstieg bei Unfällen mit Fahrrädern

Bei den Unfällen unter Beteiligung von Fahrrädern spiegelt sich der positive Trend nicht wider. Die Zahl der Unfälle insgesamt ist auf 5.412 angestiegen (+ 7,4 Prozent). Die Zahl der Leichtverletzten ( 3.732, + 8 Prozent) und Schwerverletzten (1.048, + 19 Prozent) ist ebenfalls gestiegen. Die Anzahl der getöteten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ging erfreulicherweise um 20 Prozent auf 24 Verstorbene zurück. Die Anstiege sind weit überwiegend auf Unfälle mit Elektrofahrrädern zurückzuführen. Bei jedem vierten Fahrradunfall mit Verletzten ist mittlerweile ein Elektrofahrrad beteiligt. Bei den Fahrradunfällen mit Getöteten ist es sogar schon jeder Dritte. „Die Menschen fahren immer mehr Elektrofahrräder. Das schlägt sich mittlerweile auch ganz klar in der Unfalllage nieder. Um dem negativen Trend in der Unfallbilanz entschlossen entgegenzuwirken, werden wir im kommenden Jahr einen landesweiten Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Fahrradunfälle setzen und hierbei möglichst viele Partner mit ins Boot nehmen“, betonte Innenminister Thomas Strobl.

Geschwindigkeit weiter Unfallursache Nr. 1

Die traurigen Spitzenreiter bei den Unfallursachen mit tödlichem Ausgang sind auch im ersten Halbjahr 2020 überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, gefolgt von Vorfahrtsfällen und mangelnder Verkehrstüchtigkeit. Insgesamt verloren 73 Menschen ihr Leben, weil einer der Unfallbeteiligten nicht mehr fahrtüchtig oder zu schnell unterwegs war.

„Nicht umsonst haben wir seit letzter Woche landesweit sechs Enforcement Trailer im Einsatz – und weitere sind bereits bestellt. Wir werden rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr, viel zu hohe Geschwindigkeiten und Alkohol sowie Drogen am Steuer nicht dulden. Wir packen da an, wo Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen. Jeder der im Straßenverkehr teilnimmt, trägt nicht nur für sich, sondern auch für andere Verantwortung“, so Minister Thomas Strobl.

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Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Verkehrssicherheit stehen im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de oder unter www.polizei-bw.de zur Verfügung.

Anlagen:

Verkehrsunfallentwicklung in Baden-Württemberg

Entwicklung der Verunglückten bei Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg

Entwicklung der Verunglückten bei Motorradunfällen in Baden-Württemberg

Verkehrsunfallentwicklung auf Autobahnen in Baden-Württemberg

Entwicklung der Verunglückten bei Fahrradunfällen in Baden-Württemberg

Entwicklung der verunglückten Elektrofahrradnutzer in Baden-Württemberg

Unfallursachen bei tödlichen Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg 1. Halbjahr 2020

Ein Notarzt und zwei Notfallsanitäter kümmen sich um einen verletzten Mann
  • Rettungsdienst

Neuausrichtung der Hilfsfrist im Rettungsdienst

Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Thomas Strobl, Stv. Ministerpräsident und Innenminister von Baden-Württemberg, stellen die Ergebnisse der BIMK in Heilbronn vor.
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Innenminister verabschieden Heilbronner Erklärung

Test auf Corona-Virus
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Erster nachgewiesener Corona-Fall vor einem Jahr

Polizist des Polizeipräsidiums Freiburg auf Streife.
  • Rettungswesen

Weitere Investitionen in Digitalfunknetz

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
  • Polizei

Fertigstellung des Erweiterungsbaus beim Polizeipräsidium Aalen

Polizist des Polizeipräsidiums Freiburg auf Streife.
  • Polizei

Zumeldung zu Lärmuntersuchungen

Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts.
  • Sicherheit

Kriminalitätsbelastung weiter gesunken

Dichter Verkehr. Quelle: Fotolia
  • Verkehr

Wochenendprognose für den Verkehr

Stimmzettel in Wahlurne geworfen. Quelle: Fotolia
  • Corona-Pandemie

Corona-Verordnung für den Wahltag

Verkehrsunfall. (Bild: AdobeStock)
  • Polizei

Verkehrsunfallbilanz 2020

Minister Thomas Strobl und Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn MdB im Gespräch mit Landrat Dr. Matthias Neth und Soldaten der Bundeswehr.
  • Corona-Pandemie

Bundeswehr unterstützt bei Pandemie-Bekämpfung

Zwei Notfallsanitäter bei einem Einsatz
  • Rettungsdienst

Bundesrat stimmt Gesetzesänderung zu

Rückenansicht eines Polizisten der Polizei Baden-Württemberg.
  • Corona-Pandemie

Fastnacht im Zeichen der Vernunft

Fahrzeug des Rettungsdienstes
  • Rettungsdienst

Aktionstag zum Europäischen Notruf 112

Dichter Verkehr. Quelle: Fotolia
  • Verkehr

Wochenendprognose für den Verkehr

Yigal Unna, Leiter des Israelischen National Cyber Direcorate (l.), und Digitalisierungsminister Thomas Strobl (r.) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
  • CyberSicherheitsForum

Cybersicherheitskooperation mit Israel vereinbart

Rückenansicht eines Polizisten der Polizei Baden-Württemberg.
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Fastnacht 2021 im Zeichen von Corona

Polizei mit Maske
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Corona-Bilanz der Polizei vom Wochenende

Digitalisierungsminister Thomas Strobl (l.) und der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, Steffen Bilger (r.), stellen die aktuellen Breitbandzahlen für Baden-Württemberg vor
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Breitbandausbau im Land ist ein Erfolg

Cybersicherheitsagentur
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Die Cybersicherheitsagentur kommt

Junge Polizeibeamtin.
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Umfrage zur Sicherheitslage und Arbeit der Polizei

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Baden-Württemberg übernimmt IMK-Vorsitz