Sie sind bei medizinischen Notfällen, Verkehrsunfällen, aber auch bei Gewaltdelikten oft die Ersten am Einsatzort. Seit 2023 erfasst das Innenministerium Baden-Württemberg die Anzahl der Erste-Hilfe-Maßnahmen durch die Polizei im Land.
„Wenn jede Sekunde zählt, wenn es um Leben und Tod geht, ist auf unsere Polizei Verlass. Allein im letzten Jahr haben unsere Polizistinnen und Polizisten rund 1.500-mal Erste Hilfe geleistet und waren da, wenn es darauf ankam. Darauf können sich die Menschen in Baden-Württemberg verlassen. Tag und Nacht. 24/7. Ich danke allen Lebensrettern herzlich für ihren Einsatz. Wer täglich bereit ist, für andere Verantwortung zu übernehmen und dabei auch persönliche Risiken eingeht, verdient unseren größten Respekt. Dieses Engagement macht unsere Polizei stark – und unser Land immer sicherer“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel MdL.
Im Jahr 2025 gab es mit 1.500 Erste-Hilfe-Leistungen der Polizei Baden-Württemberg so viele wie nie zuvor. Unter die dokumentierten Einsätze fielen beispielsweise:
- rund 750 Erste-Hilfe- und lebensrettende Sofortmaßnahmen, darunter Wundversorgung, Wärmeerhalt, Verbände, Betreuungsmaßnahmen sowie stabile Seitenlagen,
- rund 160 Reanimationen, die überwiegend eigeninitiativ bis zum Eintreffen der Rettungsorganisationen durchgeführt wurden,
- rund 340 Versorgungen stark blutender Verletzungen mithilfe von Tourniquets, Israeli Bandages und Druckverbänden,
- sowie rund 250 Unterstützungseinsätze für Rettungsorganisationen wie ASB und DRK.
In einem Fall bestätigte ein behandelnder Notarzt, dass die unmittelbar durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten eingeleitete Erste-Hilfe-Maßnahme entscheidend für die Lebensrettung einer verletzten Person war. Für genau diese Sofortmaßnahmen sind alle operativ tätigen Polizistinnen und Polizisten als Ersthelfer ausgebildet. Außerdem steht ihnen eine speziell auf ihre Anforderungen abgestimmte Erste-Hilfe-Ausstattung zur Verfügung. Herzstück ist das sogenannte „Essential Individual First Aid Kit“, das beispielsweise mit Tourniquet, Thoraxpflaster, Rettungsdecken und Notfalldruckverband weit über das Erste-Hilfe-Set eines PKW hinausgeht.
Seit der Einführung der Ausstattung investiert das Land Baden-Württemberg kontinuierlich in deren Ausbau. Im Jahr 2017 wurden zunächst rund 5.000 „Essential Individual First Aid Kits“ als Erstausstattung für den Polizeivollzugsdienst beschafft, später folgten weitere rund 2.400. Inzwischen ist jeder operativ genutzte Funkstreifenwagen der Polizei Baden-Württemberg mit einem solchen Kit ausgestattet. Ergänzend stehen auf den Dienststellen Notfallrucksäcke mit weiterem Material für qualifizierte Rettungsmaßnahmen bereit.
















