Strategiedialog Automobilwirtschaft

Minister: "Wir werden daran arbeiten, Baden-Württemberg vom Automobilland zum Mobilitätsland Nummer eins zu entwickeln“

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Strategiedialog Automobilwirtschaft. Foto Steffen Schmid.

Der Lenkungskreis zum Themenbereich Digitalisierung im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung hat an diesem Mittwoch, 29. November 2017, mit seiner konstituierenden Sitzung offiziell seine Arbeit aufgenommen.

„Die Digitalisierung wird die Mobilität komplett umkrempeln. Das stellt auch die Automobilbranche vor einen gigantischen Umbruch: Selbstfahrende Fahrzeuge, intelligentes Verkehrs- und Parkraummanagement oder die digitale Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Die Landesregierung wird zusammen mit allen Akteuren daran arbeiten, Baden-Württemberg vom Automobilland zum Mobilitätsland Nummer eins zu entwickeln. Im Schulterschluss mit den Unternehmen, mit Wissenschaft und Forschung müssen wir alles daran setzen, die Sicherheit der neuen, digitalen Systeme zu gewährleisten. Denn das ist die Grundlage, die tragende Säule digitaler und vernetzter Mobilität. Darin sehen wir einen der Schwerpunkte unseres Strategiedialogs“, so der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl.

„Die Digitalisierung ist eine enorme Chance für die Zukunft unseres Landes. Um diese Chance zu nutzen, müssen wir den Weg der digitalen Transformation gemeinsam gehen: Politik und Wirtschaft – Hand in Hand. Wir können die aktuellen Herausforderungen in viel höherer Geschwindigkeit bewältigen, wenn wir gegenseitig von unseren Kompetenzen profitieren. Genau das wollen wir in unserem Lenkungskreis in die Tat umsetzen“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT bei Porsche.

„Wir haben im Bundesrat als Gesetzgeber die rechtliche Grundlage für das autonome Fahren im Echtbetrieb geschaffen – also dafür, dass in Zukunft Kraftfahrzeug und Chauffeur ein und dasselbe sind. Das zeigt auch ganz deutlich: Die technologischen Innovationen und der Rechts-rahmen müssen miteinander Schritt halten, sie bedingen sich gegenseitig. Und genau hier wollen wir jetzt auch ansetzen, um die Innovationen schnellst- und bestmöglich auch auf die Straße zu bringen“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl am Rande des Strategiedialogs.

Neue Mobilität beginnt in den Kommunen
Saubere Luft, weniger Staus und Unfälle – all das machen Digitalisierung, Elektrifizierung und eine intelligente Vernetzung der Verkehrsmittel vom Auto über Bus und Bahn bis zum Fahrrad möglich. Diese neue Mobilität beginnt vor Ort, in den Kommunen. Innovative Mobilitätskonzepte, die konkrete Verkehrsprobleme lösen, können deshalb nur in Partnerschaft mit den Kommunen, Unternehmen und der Fachexpertise aus der angewandten Forschung gelingen.

„In Baden-Württemberg gibt es bereits erste Städte, die Vorreiter bei der neuen Mobilität sind und in Kooperation mit der Wirtschaft beispielsweise Datenplattformen betreiben, die den öffentlichen Straßenverkehr in Echtzeit optimieren und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger verbessern. Wir wollen den Strategiedialog dafür nutzen, solche innovativen Mobilitätslösungen im ganzen Land auszurollen“, stellte Minister Strobl einen der thematischen Schwerpunkte im Strategiedialog vor.


Rahmenbedingungen für zukunftsweisende Mobilitätskonzepte
Gute Rahmenbedingungen sind ein starker Motor für Innovationen. Dazu gehören beispielsweise die Bereitstellung mobilitätsrelevanter Daten, offene Schnittstellen und eine zukunftsweisende Fördermittelstrategie. „Den Strategiedialog wollen wir dafür nutzen, um in einem offenen Dialog weitere Bedarfe auszuloten, damit neue Technologien und Geschäftsideen nicht irgendwo, sondern in Baden-Württemberg entstehen“, unterstrich Minister Thomas Strobl. Dazu werden in den kommenden Monaten verschiedene Workshops durchgeführt.

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