Polizei

Kennzeichnung von Einheiten der Polizei bei Großlagen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fußballstadion.

Der Ministerrat hat beschlossen, den Gesetzentwurf zur Änderung des Landesbeamtengesetzes in den Landtag von Baden-Württemberg einzubringen. Mit dem Gesetzesvorschlag folgt Baden-Württemberg dem Weg der Mehrzahl der Länder und verfeinert die bereits vorhandene anonymisierte Kennzeichnung für spezielle Polizeieinheiten in besonderen Einsatzlagen, wie etwa bei Demonstrationen oder bei Fußballspielen. Nur rund 1.640 der insgesamt rund 29.000 Polizistinnen und Polizisten im Land sind von der Regelung überhaupt betroffen. 

„Mit dem Gesetzentwurf gelingt uns die Balance zwischen dem Wunsch nach größtmöglicher Transparenz einerseits und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte unserer Polizistinnen und Polizisten. Wir halten dabei Maß und Mitte. Erstens: Die Kennzeichnung ist anonymisiert. Damit verzichtet Baden-Württemberg ganz bewusst auf eine verpflichtende Individualkennzeichnung etwa durch ein Namensschild. Zweitens: Die anonymisierte Kennzeichnung gilt nur für bestimmte Einsatzlagen. Drittens: Der Streifenpolizist ist – anders als etwa in Berlin und Rheinland-Pfalz – nicht davon betroffen. Mit dem Gesetzesvorschlag setzen wir eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um und sorgen für eine noch bürgerfreundlichere und bürgernähere Polizei“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl nach der Sitzung des Ministerrates am 18. April. Der Landtag von Baden-Württemberg wird sich voraussichtlich in seiner Sitzung am 10. Mai 2023 in erster Lesung mit dem Gesetzentwurf befassen.

Vorwürfe schneller aufklären

Bei Großlagen wie Demonstrationen oder Fußballspielen tragen die eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten eine entsprechende Schutzausstattung – was letztendlich dazu führt, dass sie durch die getragenen Einsatzhelme und die Ausrüstung nur schwer zu unterscheiden sind. Die Gesetzesänderung soll auf Basis der anonymisierten Kennzeichnung eine noch einfachere Zuordnung als bisher ermöglichen. Vorwürfe gegen Polizeibeamte können so leichter und schneller aufgeklärt und ggf. entkräftet werden. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Polizistinnen und Polizisten ist die Kennzeichnung anonym.

Rund 1.640 der insgesamt rund 29.000 Polizistinnen und Polizisten im Land von Regelung betroffen

Bei der Landespolizei Baden-Württemberg sind derzeit insgesamt rund 29.000 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte beschäftigt. Betroffen von der neuen Regelung sind rund 1.640 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Auf den ganz überwiegenden Teil der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bei der Landespolizei Baden-Württemberg findet die Regelung damit keine Anwendung. Die 1.640 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Einsatz sowie der Einsatzhundertschaften Stuttgart und Mannheim/Karlsruhe erhalten persönlich zugeteilte anonyme Kennzeichnungen, bestehend aus der Länderkennung „BW“ und einer fünfstelligen Ziffernfolge. Diese werden per Klettschild vor Einsatzbeginn gut sichtbar an der Oberbekleidung der Einsatzbekleidung angebracht. Die individuellen Nummern sind in einer Datenbank gelistet und jeweils einer Beamtin oder einem Beamten zugeordnet. Die Beamtinnen und Beamten erhalten jeweils drei unterschiedliche Kennzeichnungen, von denen sie für jeden Einsatz eine frei wählen können. Diese Einheiten, auf die die neue Regelung Anwendung findet, werden insbesondere bei der Bewältigung von Versammlungslagen, risikobehafteten Fußballeinsätzen oder anderen kritischen Lagen eingesetzt. Da die betreffenden Beamtinnen und Beamten speziell für Großlagen ausgebildet sind, kommen sie auch überregional und bundesweit zum Einsatz.

Weitere Meldungen

Frau nutzt Smartphone.
„Digital ist real“

Polizei Baden-Württemberg stärkt junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Flächendeckende Onlinedienste

Land und Kommunen bringen digitale Verwaltungsleistung gemeinsam in alle Kommunen

Verleihung Gigabitkommune@BW
Digitalisierung

Nahezu ein Drittel der Kommunen im Land erreichen eine vollständige Gigabitversorgung

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Kriegsgräberfürsorge

Mehr als 745.000 Euro Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Carsten Höfler
Polizei

Polizeipräsidium Ludwigsburg

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.
Kommunen

Gemeinde Ottenhöfen im Schwarzwald erhält die Zusatzbezeichnung „Mühlendorf“

Leonie Dirks Stami
Landesregierung

Wechsel an der Spitze der Staatskanzlei

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart.
Kommunen

Müllheim im Markgräflerland wird Große Kreisstadt

Minister Bundesrat
Bundesrat

Innenminister Hagel unterstützt Modernisierung des Bundespolizeigesetzes im Bundesrat

Zukunftskommission
Land und Kommunen starten Entlastungsoffensive

Startschuss für Zukunftskommission

Isabel Kling
Regierungspräsidium Tübingen

Isabel Kling wird neue Regierungspräsidentin in Tübingen

Gründungsveranstaltung Medicus
Digitalisierung

MEDI:CUS-Plattform wird zukunftsfest aufgestellt

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
Sicherheit

Start der zweiten landesweiten Sicherheitsbefragung

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Aktion „WIR FÜR EUCH“ zum Schulstart: Polizei BW setzt auf Bürgernähe und Vertrauen

Zwei Kinder mit Schultaschen zwischen geparkten Autos am Straßenrand. Quelle: Fotolia
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“