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Europaweite Schwerpunktkontrolle zur Verkehrssicherheit: Über 10.000 Verstöße festgestellt

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Kelle für Polizeikontrollen mit Aufschrift "Halt Polizei".

„Noch immer gehen viele Fahrzeuginsassen zu leichtsinnig mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben um. Wären sie angeschnallt gewesen, hätte rund ein Viertel aller bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg getöteten Fahrzeuginsassen eine echte Überlebenschance gehabt.“ Dies sagte Innenminister Reinhold Gall am Mittwoch, 23. März 2016, bei der Vorstellung der Ergebnisse der europaweiten Gurtkontrollwoche in Stuttgart.

Bei 1.156 Polizeikontrollen seien zwischen dem 14. und 20. März 2016 in Baden-Württemberg insgesamt 10.464 Verstöße geahndet worden. Allein 7.474 Fahrzeuginsassen seien wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt angezeigt worden. Im Jahr 2015 seien 483 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, 66 von ihnen hätten keinen Sicherheitsgurt angelegt gehabt. „Schlimm genug, dass so viele erwachsene Fahrzeuginsassen den Sicherheitsgurt nicht anlegen. Aber überhaupt kein Verständnis habe ich dafür, dass 244 Kinder nicht angeschnallt waren. Das ist in meinen Augen verantwortungslos. Die Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, wie notwendig die Kontrollen sind. Daran werden wir auch künftig festhalten“, unterstrich Innenminister Gall.

In über 2.175 Kontrollstunden hätten die Polizeibeamtinnen und -beamten auch andere Verstöße festgestellt, darunter 2.057 Fälle, bei denen Autofahrer mit dem Mobiltelefon im Fahrzeug telefoniert hätten. „Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung führt zu gefährlichen Situationen und ist unverantwortlich. Pkw- oder Lkw-Fahrer können auf plötzliche Ereignisse nicht mehr rechtzeitig reagieren, bremsen deshalb zu spät oder können nicht mehr ausweichen“, kritisierte der Innenminister. Diese Fahrer seien wegen dieses Verstoßes verwarnt und mit einem Punkt im Verkehrszentralregister erfasst worden.

Leider seien der Polizei bei ihren Kontrollen 19 Zweiradfahrer aufgefallen, die ohne Helm unterwegs gewesen waren. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten hätten überdies noch 670 weitere Verstöße gegen Verkehrsvorschriften festgestellt.

Zusatzinformationen:
Erklärtes Ziel der Landesregierung ist die nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit und die damit verbundene Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten. Im Mittelpunkt stehen die Hauptunfallursachen überhöhte Geschwindigkeit, Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes sowie Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Verkehrssicherheit finden Sie im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de oder unter www.polizei-bw.de.

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