Digitalisierung

Breitbandförderbescheid in Höhe von über 4,6 Millionen Euro für die Stadt Künzelsau

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Förderbescheidübergabe Künzelsau
v.l.n.r.: Catherine Kern MdL, Bürgermeister Stefan Neumann, Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl, Arnulf Freiherr von Eyb MdL und Christian Freiherr von Stetten MdB

In Künzelsau übergibt Digitalisierungsminister Thomas Strobl einen Breitbandförderbescheid in Höhe von über 4,6 Millionen Euro für das Projekt „Ausbau der grauen Flecken in der Stadt Künzelsau“. Damit werden 1.942 neue Teilnehmeranschlüsse entstehen.

„Jede einzelne Breitbandförderung ist eine direkte Investition in die Gigabit-Zukunft unseres Landes. Hier gönnen wir uns keine Verschnaufpause und unterstützen die Kommunen mit voller Kraft beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur“, erklärte Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich der Übergabe eines Breitbandförderbescheides am 21. April 2023 im Rathaus von Künzelsau.

In Künzelsau erfolgt eine Investition in Höhe von 4.637.590,00 Euro für das Projekt „Ausbau der grauen Flecken in der Stadt Künzelsau“. Das Projekt wird zu 40 Prozent vom Land gefördert, 50 Prozent der Gesamtfinanzierung werden vom Bund getragen. Die Stadt Künzelsau übernimmt einen Eigenanteil von 10 Prozent. Damit werden 1.942 neue Teilnehmeranschlüsse in der Stadt Künzelsau entstehen. Darunter fallen 11 Schulanschlüsse, 175 Anschlüsse für Gewerbebetriebe und zwei Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen. Zudem werden fünf schwer erschließbare Einzellagen angeschlossen. Als schwer erschließbar gelten Gebäude, die mehr als 400 Meter vom letztmöglichen Anschlusspunkt entfernt sind.

Wichtiger Standortfaktor

„Durch die Unterstützung können wir das kommunale Glasfasernetz in Künzelsau weiter ausbauen“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann. „Damit kann die Breitbandversorgung nicht nur für Einwohnerinnen und Einwohner, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Freiberufler und Landwirte wesentlich verbessert werden. Auch der erhöhte Breitbandbedarf der Gewerbebetriebe kann gedeckt werden. Bei Land und Bund bedanke ich mich herzlich für die Förderung des immens wichtigen Standortfaktors.“

Innenminister Thomas Strobl betonte: „Im Gigabitzeitalter ist eine schnelle und zuverlässige Internetanbindung ganz entscheidend dafür, wo die Menschen hinziehen und wo sich Unternehmen ansiedeln. Unsere Anstrengungen zeigen Wirkung, schnelles Internet überall dort hinzubringen, wo wir es auch brauchen. Das ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten und ein Beweis für die Arbeit und das Engagement, das in jedes einzelne Projekt, so auch hier in Künzelsau, geflossen ist.“

Mit der heutigen Übergabe unterstützt das Land die Stadt Künzelsau bereits zum zweiten Mal beim Ausbau mit schnellem Internet. Insgesamt fließen durch die beiden Förderungen rund 5,78 Millionen Euro Landesmittel für den Breitbandausbau nach Künzelsau. Hinzu kommen Bundesfördermittel in Höhe von insgesamt rund 7,33 Millionen Euro für den Breitbandausbau.

Seit dem Jahr 2016 hat das Land insgesamt 3.438 Förderprojekte mit 2,29 Milliarden Euro in ganz Baden-Württemberg unterstützt; der Bund hat weitere 2,78 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt (Stand 21.04.2023). Damit haben Land und Bund seit dem Jahr 2016 zusammen rund 5,08 Milliarden Euro in den Breitbandausbau in Baden-Württemberg investiert.

Fast 70 Prozent der Haushalte im Gigabit-Bereich

Derzeit sind in Baden-Württemberg 69,65 Prozent der Haushalte mit gigabitfähiger Infrastruktur versorgt (1.000 Mbit/s). Dabei verzeichnet Baden-Württemberg einen Anstieg von 1,4 Prozent der Haushalte Mitte 2016 auf 69,65 Prozent Ende 2022 –  also insgesamt eine Steigerung um 68,25 Prozentpunkte. Über einen Internetanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit/s verfügen in Baden-Württemberg 88,9 Prozent der Haushalte. Darüber hinaus verfügen nach dem Breitbandatlas (Stand Ende 2022) in Baden-Württemberg 92,77 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s. Das bedeutet einen Anstieg von rund 20 Prozentpunkten im Vergleich zu Mitte 2016. Damals hatten nur 72,8 Prozent der Haushalte 50 Mbit/s Download.

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