Für den Fall der Fälle

Warnung der Bevölkerung

Startbildschirm der Warn-App NINA.

Brände, Bombenfunde, Trinkwasserverunreinigungen oder andere Gefahrenlagen – die frühzeitige Warnung und schnelle Information der Bevölkerung bei Gefahren sowie die Bereitstellung entsprechender Handlungsempfehlungen sind wichtige Aufgaben der für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg setzt zur amtlichen Warnung der Bevölkerung vor Gefahrensituationen seit Oktober 2016 landesweit auf das im gesamten Bundesgebiet verfügbare satellitengestützte modulare Warnsystem MoWaS. Über MoWaS können mit einer einzigen Eingabe verschiedenste Warnmedien und Multiplikatoren angesteuert werden, beispielsweise Radio- und Fernsehstationen, Onlinemedien der Tageszeitungen oder Warn-Apps, beispielsweise die Notfall-Informations- und Nachrichten-App NINA.

Warn-App NINA

Mit der kostenlosen Warn-App NINA erhalten Sie rund um die Uhr schnelle und gesicherte Informationen über Gefahrenlagen per Push-Benachrichtigung. Auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der Hochwasservorhersagezentralen können über NINA bezogen werden. Sie können mit der App bestimmte Orte auswählen, für die Sie Warnungen erhalten möchten, und auch für Ihren jeweils aktuellen Standort Warnmeldungen empfangen. Darüber hinaus bietet NINA auch Empfehlungen für das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. NINA – die „Sirene für die Hosentasche“ – ist die Warn-App, die flächendeckend in ganz Baden-Württemberg von den zuständigen Behörden der Gemeinden, Städte, Kreise und des Landes zur amtlichen Warnung eingesetzt wird.

Rundfunk- und Fernsehen

Damit Sie auch bei einem Stromausfall bei Bedarf notwendige Informationen erhalten, sollten Sie ein batteriebetriebenes Radio und passende Ersatzbatterien zu Hause haben. Sie können auch Ihr Autoradio nutzen, dieses funktioniert, so lange Ihre Autobatterie Strom liefert. Damit sind Sie von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig. Auf der Seite Tipps zur Notfallvorsorge haben wir ausführliche Informationen für Sie zusammengestellt.

Sirenen

Der Bund hat nach dem Ende des Kalten Krieges seine bis dato für Zwecke des Zivilschutzes vorgehaltenen Sirenen in den 1990er Jahren den Kommunen zur Übernahme angeboten.

Verschiedene Gemeinden haben von diesem Übernahmeangebot Gebrauch gemacht, andere haben in den vergangenen Jahren neue Sirenensysteme aufgebaut. Ob in Ihrem Heimatort Sirenen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden, erfahren Sie von Ihrer Gemeindeverwaltung.

Wichtig ist, dass die Nutzung von Sirenen in ein Gesamtkonzept „Warnung“ eingebettet ist. Denn die Warnung der Bevölkerung setzt sich zusammen aus dem sogenannten Weckeffekt, der die Menschen auf eine Gefahrenlage aufmerksam machen soll, und konkreten Warninformationen zur Gefahrenlage mit entsprechenden Handlungsempfehlungen.

Sirenen alleine können dies nicht leisten und müssen deshalb von anderen Warnmedien wie Warn-Apps (beispielsweise NINA), Radio, Fernsehen oder Onlineplattformen der Printmedien ergänzt werden. Die Nutzung von Sirenen ist also keine Entweder/Oder-Entscheidung, sondern ein „sowohl als auch“ im Rahmen des sogenannten „Warnmix“.

Grafik mit Warn-Mix.

Sirenensignale zur Warnung der Bevölkerung

Erfolgt die Warnung mittels Sirenen, sind zwei Aspekte von besonderer Bedeutung. Einerseits ist es wichtig, dass die Menschen unabhängig von Ihrem Aufenthaltsort in Deutschland durch gleiche Sirenensignale gewarnt und entwarnt werden. Außerdem muss gewährleistet sein, dass die mit den Sirenensignalen verbundenen grundlegenden Handlungsempfehlungen bundesweit einheitlich sind. Daher gelten für die Warnung und Entwarnung bundesweit nachfolgende Sirenensignale. Die Sirenen können in Ihrem Heimatort zum Beispiel auch zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt werden. Informationen hierzu erhalten Sie von ihrer Gemeindeverwaltung.

Bevölkerungswarnung

1-minütiger Heulton

Audiobeispiel Heulton
Bedeutung In dem Gebiet besteht eine unmittelbare Gefahr oder diese ist in Kürze zu erwarten.
Handlungsempfehlungen Nutzen Sie alle möglichen Informationsmedien für weitere Hinweise.
Folgen Sie den amtlichen Anweisungen.
Entwarnung

1-minütiger Dauerton

Audiobeispiel Dauerton
Bedeutung Es besteht keine akute Gefahr mehr.
Handlungsempfehlungen Nutzen Sie alle möglichen Informationsmedien, um weitere Hinweise zu erhalten.

Sonderinformationsdienst

Mit dem Sonderinformationsdienst der Landesregierung verfügt Baden-Württemberg über ein spezielles, ressortübergreifendes Internetangebot, in dem Sie in einem Katastrophenfall oder bei einem größeren Schadenereignis in Baden-Württemberg Informationen finden. Je nach Bedarf werden Informationen wie Lageberichte, Pressemitteilungen, Warnungen, Aufrufe, Fahndungsmeldungen, Vermisstenmeldungen, Verhaltensempfehlungen, Hintergrundinformationen sowie Ansprechpartner für Angehörige und Betroffene eingestellt. Die Internetseiten sind auf sehr leistungsfähigen und weitgehend ausfallsicheren Servern gespeichert.

Medienpaket NINA:

Anzeigentext

Flyer

Plakat

Fülleranzeige

Weitere Informationen:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Informationen des BBK zur Warn-App NINA

Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Sonderinformationsdienst der Landesregierung

Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Landeserdbebendienst Baden-Württemberg

Kernreaktorfernüberwachung