Polizei

Amoklauf in der Universität von Heidelberg

Brennende Kerzen in der Dunkelheit.

Der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bestätigt die Gewalttat auf dem Gelände der Universität Heidelberg. Zu den Ereignissen sagt er:

„Die Wissenschaft weltweit, wir alle hier in Baden-Württemberg und darüber hinaus sind in Gedanken bei den Opfern und denen, die das Geschehene heute miterleben, verarbeiten und bewältigen mussten und müssen. Das ist für alle eine entsetzlich belastende Situation. Ein großer Dank und Respekt geht an die vielen Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, die schnell vor Ort waren und gemeinsam mit der Universitätsleitung eine zunächst unübersichtliche Lage klären konnten. Nun ist die Zeit der Ermittler, denn für uns alle ist es wichtig, die Hintergründe für die schreckliche Tat so schnell als möglich aufzuklären. Für die Verletzten und die Beteiligten, auch die, die im Tutorium dabei waren, hoffe ich auf baldige Genesung an Leib und Seele.“

Zeit der Ermittler - für Aufklärung und Beistand

„Mein Beileid und meine aufrichtige Anteilnahme gelten allen Angehörigen der Opfer und der Verletzten. Seien Sie versichert, dass wir alles dafür tun werden, um den Vorfall vollumfänglich aufzuklären und Ihnen so viel Unterstützung zukommen zu lassen, wie es in unserer Macht steht. Bei der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg wurde die Ermittlungsgruppe „EG Botanik“ eingesetzt, die in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg mit Hochdruck an der lückenlosen Aufarbeitung dieses schrecklichen Vorfalles befasst ist. Zu der Ermittlungsgruppe zählen 32 Köpfe. Die EG Botanik wird in drei Richtungen ermitteln. Gegenstand der Ermittlungen mit Bezug auf die Tat wird sein, woher die Waffen stammen und welches Motiv der Täter hatte. Genauso wichtig ist die Betreuung der Zeuginnen und Zeugen sowie der Kolleginnen und Kollegen der Einsatzkräfte. Dies ist mir ein persönliches Anliegen. Darüber bin ich auch mit dem Rektor im Austausch um zu besprechen, in welcher Form man das Geschehene aufarbeiten kann und den Opfern die bestmögliche Unterstützung zuteil werden kann."

Informationen zum Einsatz am 24. Januar 2022

Weiter führt Minister Strobl zu der Lage auf Grund der Gewalttat am 24. Januar 2022 aus: „Zur Lagebewältigung waren insgesamt 472 Polizeibeamtinnen und -beamte eingesetzt, darunter 142 Kräfte der Spezialeinheiten und drei Polizeihubschrauber des Polizeipräsidiums Einsatz sowie weitere Spezialisten des Landeskriminalamtes. Für das hohe Informationsbedürfnis wurde ein Bürgertelefon eingerichtet und eine intensive Pressearbeit, auch in den Sozialen Medien betrieben.