Am 15. September 2025 fand die Veranstaltung „Satellitenkommunikation für Europa: resilient, souverän und unabhängig“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin statt. Mit der Veranstaltung setzte das Land einen wichtigen Impuls für die strategische Ausrichtung der europäischen Satellitenkommunikation.
„Angesichts wachsender weltpolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungslagen und der zunehmenden Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen gewinnt die satellitengestützte Kommunikation eine zentrale sicherheitspolitische und technologische Bedeutung. Wir müssen uns auf dem strategisch und geopolitisch relevanten Feld der Satellitenkommunikation unabhängig und resilient aufstellen und auch hier eine Führungsrolle in Europa einnehmen. Satellitenkommunikation ist nicht nur ein technologisches Zukunftsfeld, sondern ein sicherheitspolitisches Gebot. Sie ermöglicht es uns, auch in Krisensituationen verlässlich zu kommunizieren, kritische Systeme zu steuern und unsere demokratischen Institutionen handlungsfähig zu halten“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg Thomas Strobl in seiner Eröffnungsrede.
In drei Themen-Panels diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bundeswehr, Wissenschaft und Wirtschaft über Resilienz, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen, die Rolle von 5G-/6G-Konnektivität sowie über die geplante europäische Satellitenkonstellation IRIS². Die Beiträge unterstrichen die sicherheitspolitische, technologische und wirtschaftliche Relevanz der Satellitenkommunikation für Deutschland und Europa. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellerrunde mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Luft- und Raumfahrtbranche.
Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Innenministerium gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium, dem Staatsministerium sowie dem Deutschen Zentrum für Satelliten-Kommunikation (DeSK).
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Expertenstimmen aus den Panels finden Sie in der Pressemitteilung des Innenministeriums.
Über die Luft- und Raumfahrtkompetenzen in Baden-Württemberg
Mit einem Branchenumsatz von rund fünf Milliarden Euro und etwa 16.000 Beschäftigten zählt Baden-Württemberg zu den führenden Luft- und Raumfahrtstandorten in Deutschland. Besonders im Bereich Raumfahrt nimmt das Land eine herausragende Rolle ein: Rund 40 Prozent der bundesweit direkt in der Raumfahrt tätigen Fachkräfte arbeiten im Südwesten.
Kennzeichnend für den Standort sind eine exzellente Forschungslandschaft, ein dichtes Netzwerk leistungsstarker Unternehmen und Zulieferer sowie eine hochspezialisierte Ausrüsterindustrie. Renommierte universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen wie die Universität Stuttgart, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sind fest im Land verankert und prägen den Standort Baden-Württemberg.
Darüber hinaus stärken landes- und bundesweite Netzwerke wie das Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg e. V. (LR BW) mit Sitz in Stuttgart sowie das Deutsche Zentrum für Satelliten-Kommunikation e. V. (DeSK) in Backnang die strategische Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Politik und fördern gezielt die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
