digital@bw

Die Digitalisierungsstrategie im Überblick

Ausschnitt des Titelbilds der Digitalisierungsstrategie digital@bw

Die Landesregierung gestaltet aktiv die Digitalisierung in Baden-Württemberg, um das Land als Leitregion des digitalen Wandels zu stärken. Dazu hat sie 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie digital@bw veröffentlicht und seitdem über 70 Projekte auf den Weg gebracht. Zudem wurde der Breitbandausbau mit der Rekordsumme von mehr als 1,1 Milliarden Euro unterstützt.

Die Federführung für die Digitalisierungsstrategie digital@bw liegt beim Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg. Erstmal werden alle Vorgaben unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert. Die zentralen Fragen der Strategie behandelt der Kabinettsausschuss Digitalisierung unter dem Vorsitz des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalisierungsministers Thomas Strobl. Der Umsetzungsstand der Maßnahmen der Digitalisierungsstrategie wird auf www.digital-bw.de, dem zentralen Schaufenster der Digitalisierung in Baden-Württemberg, laufend dokumentiert.

Klare Ziele und Schwerpunkte

Im Fokus der Digitalisierungsstrategie digital@bw stehen konkrete Mehrwerte für die Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Um diese Mehrwerte zu erreichen, setzt die Strategie bewusst Schwerpunkte und formuliert klare Ziele.

So werden im Schwerpunkt Intelligente Mobilität der Zukunft nicht nur Maßnahmen zur intelligenten Verkehrssteuerung und das autonome Fahren unterstützt, sondern auch das landesweite eTicketing im Öffentlichen Nahverkehr vorangebracht. Da gerade Start-ups und Ausgründungen den digitalen Wandel wesentlich vorantreiben, schafft digital@bw auch für Gründerinnen und Gründer attraktive Rahmenbedingungen. Neben der Etablierung regionaler Ökosysteme wird insbesondere der Zugang zu Wagniskapital verbessert.

Im Schwerpunkt Initiative Wirtschaft 4.0 gestalten die Sozialpartner, Kammern, Verbände und die Wissenschaft gemeinsam die Spielregeln der künftigen Arbeitsgesellschaft und bringen die Digitalisierung in die Fläche. Auch kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung erfahren konkrete Unterstützung bei der Bewältigung des digitalen Wandels und der Transformation ihrer Branche.

Der Schwerpunkt Lernen@BW: Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung legt neben der digitalen Ertüchtigung der Schulen den Fokus auf die Stärkung unserer Hochschulen als digitale Talentschmieden. Darüber hinaus helfen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen wie die „Qualifizierungsoffensive digitaler Arbeitsmarkt“ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dabei, den veränderten Anforderungen im digitalen Zeitalter zu begegnen. Mit dem virtuellen Zugang zu Kulturgütern oder Programmen wie „Museum 2.0“ ermöglichen wir mit digitaler Technologie einen Rund-um-die-Uhr-Zugang zu Kunst und Kultur.

Bereits lange vor der Corona-Pandemie hat die Digitalisierungsstrategie im Bereich Digitale Gesundheitsdienstleistungen den Grundstein dafür gelegt, die Potenziale der Telemedizin in Ergänzung zum persönlichen Arztbesuch zu nutzen. Außerdem fördert digital@bw Modellprojekte, die mit digitalen Verfahren chronisch kranken Patientinnen und Patienten helfen und die personalisierte Medizin stärken, um maßgeschneiderte Therapien anbieten zu können.

Weitere Mehrwerte ergeben sich für die Bürgerinnen und Bürger durch eine bürgerfreundliche, effiziente und moderne Verwaltung. Die Landesregierung fördert daher kommunale Modellvorhaben und initiiert mit der Digitalakademie@bw eine Innovationspartnerschaft zwischen öffentlicher Hand, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie stellt mit Pilotmaßnahmen und Qualifizierungsmaßnahmen eine nachhaltige digitale Transformation der Verwaltung auf allen Ebenen sicher. Weitere Meilensteine sind u. a. die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes, die Einführung der elektronischen Akte und ein Digitalisierungspakt zwischen Land und Kommunen

Digitalisierung ressortübergreifend und bedarfsorientiert gestalten

Um die im Rahmen der Strategie gesteckten Ziele zu erreichen, beschreitet das Land neue Wege und überwindet bestehende Barrieren. Nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Umsetzung von digital@bw erfolgt ressortübergreifend und unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Neben einer wissenschaftlichen Analyse, die wichtige Hinweise zu Stärken und Schwächen gab, bildeten insbesondere die Ergebnisse von offenen Themen-Workshops und die Beiträge eines Bürgerbeteiligungsverfahrens die Basis für die inhaltliche Ausgestaltung der Strategie. Auch die Durchführung der Projekte und Maßnahmen erfolgt in einem partnerschaftlichen und teamorientierten Ansatz der beteiligten Akteure.

Zentrale Querschnittsthemen der Digitalisierung im Blick

Um den digitalen Wandel erfolgreich und nachhaltig zu gestalten, sind die zentralen Querschnittsthemen der Digitalisierung mit digital@bw ebenfalls im Blick. Dies sind neben einer internationalen Spitzenposition bei Forschung und Entwicklung auch Nachhaltigkeit, der konsequente Ausbau der digitalen Infrastruktur, um möglichst flächendeckend einen schnellen Internetzugang zu gewährleisten, sowie Cybersicherheit, d. h. Datensicherheit, Datenschutz und der Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern.