Führung im Bevölkerungsschutz

Koordiniertes Zusammenwirken

Führung im Bevölkerungsschutz

  • Sandsäcke nach einem Hochwasser. Quelle: Fotolia.

Großschadenlagen stellen die Verantwortlichen im Bevölkerungsschutz immer wieder vor besondere Herausforderungen, die eine ressort- und fachübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordern.

Eine professionelle und effiziente Gefahrenabwehr verlangt nach einem schnellen, planvollen und koordinierten Zusammenwirken sowie einem einheitlichen Führungsverständnis aller Entscheidungsebenen im Bevölkerungsschutz.

Im Grundsatz richten die verantwortlichen Behörden im Bedarfsfall getrennte Stäbe ein, die sowohl Verwaltungsmaßnahmen (administrativ-organisatorische Aufgaben) als auch Einsatzmaßnahmen (operativ-taktische Aufgaben) veranlassen, koordinieren und verantworten. Diese Stäbe stehen unter der Leitung der politischen Entscheidungsträger und sind besondere Organisationsformen einer Behörde, die ereignisabhängig auf unterschiedlichen Verwaltungs- und Führungsebenen eingerichtet werden.

Zur Lagebewältigung bildet das Innenministerium im Ereignisfall den sogenannten Verwaltungsstab, der die strategischen, logistischen und kommunikationsbezogenen Aufgaben bündelt und lageabhängig zum interministeriellen / ressortübergreifenden Stab aufwachsen kann. Die Einrichtung von Stäben der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr richtet sich dabei nach der VwV Stabsarbeit.

Die regelmäßige Teilnahme an Übungen sichert das vorhandene Erfahrungswissen der Stabsmitglieder und fördert die reibungslose Zusammenarbeit der unterschiedlichen Verwaltungsebenen.

Mit dem „Lagezentrum der Landesregierung“ hält das Land Baden-Württemberg die erforderliche Infrastruktur vor, um eine umfassende Organisationsstruktur für den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen. In diesem mit modernster Informations- und Medientechnik ausgestatteten Lagezentrum, laufen die Informationen landesweit zusammen und können fachkundig bewertet werden.

Die direkt nebeneinander liegenden Stabsräume der polizeilichen und nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr bieten ausgezeichnete Kommunikationsbeziehungen und stellen einen umfassenden Informationsaustausch sicher.

Gemeinsam bereiten dort Experten des Innenministeriums aus den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Krisenmanagement, Polizei, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie aus anderen Fachministerien eingehende Informationen auf, erstellen Prognosen zur Lageentwicklung und beraten die politischen Entscheidungsträger. Unterstützt werden Sie dabei von zahlreichen Fachberatern der mitwirkenden Organisationen im Katastrophenschutz.

Darüber hinaus ist das Lagezentrum der zentrale Ansprechpartner für das Ressourcenmanagement der Katastrophenschutzeinheiten des Landes und fungiert als Schnittstelle zu den Behörden und Organisationen des Bundes, der anderen Bundesländer und dem benachbarten Ausland.


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