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Feierstunde anlässlich des 90. Geburtstages und fünften Todestages von Manfred Rommel im Innenministerium Baden-Württemberg

„Heute ehren wir einen großen Mann. Einen Mann, der mit Charme und Brillanz die Menschen vereinnahmen konnte. Einen Mann, für den Baden-Württemberg seine Heimat und Stuttgart sein Zuhause war. Einen Mann, für den das Adjektiv ‚knitz‘ vermutlich eigens erfunden wurde“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am heutigen Freitag (21.12.2018). Anlass für die Feierstunde war der 90. Geburtstag und der fünfte Todestag von Manfred Rommel. Etwa 150 Wegbegleiter, Freunde und Familienmitglieder waren am Freitagnachmittag vor Weihnachten ins Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart gekommen.

„Manfred Rommel hat das Nachkriegsdeutschland, hat Baden-Württemberg und seine Landeshauptstadt geprägt wie wenig andere. Er war seinen Mitmenschen zugewandt und hat sich auch deshalb für das Miteinander der Kulturen eingesetzt. Stuttgart hat sich unter seiner Ägide als weltoffene und kulturell vielfältige Stadt einen Namen gemacht. Für ihn war nie die Frage, wo kommst Du her, entscheidend. Ihn hat immer nur die Frage interessiert, wo wollen wir gemeinsam hin? Ihm war niemals der Blick in den Spiegel wichtiger als der Blick in die Augen seines Gegenübers“, würdigte Minister Thomas Strobl Manfred Rommel.

„Mit zukunftsweisenden Projekten prägte Manfred Rommel die Entwicklung der Stadt Stuttgart und der Region entscheidend. Beispiele sind der Bau der Hanns-Martin-Schleyer-Halle und des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle, der Ausbau der Messe Killesberg und des inzwischen nach ihm benannten Flughafens sowie die Entscheidung für das Bahnprojekt Stuttgart 21. Dabei ist Manfred Rommel auch vor Widerständen nicht zurückgeschreckt. Denn wenn er von etwas überzeugt war, dann war es die Tatsache, dass Infrastruktur die Voraussetzung für Wohlstand ist. Und wenn er von dem Nutzen einer Maßnahme überzeugt war, dann hat er auch dafür gekämpft“, so Innenminister Thomas Strobl.

„Geprägt von den schrecklichen Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zerstörung vieler Städte, war ihm die Stadtentwicklung der wichtigste Auftrag. Manfred Rommels Grundüberzeugung war, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Und diese Bemühungen um den Fortschritt haben ihn letztendlich auch in die Politik geführt. So war Manfred Rommel eine Persönlichkeit, die stilbildend war und die in beeindruckender Art und Weise einer ganzen Stadt und unserem ganzen Land ihren Stempel aufgedrückt hat“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Professor Dr. h. c. Manfred Rommel, am 24. Dezember 1928 in Stuttgart geboren, war nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und Tätigkeiten in der Verwaltung des Landes Baden-Württemberg von 1974 bis 1996 Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Manfred Rommel starb am 7. November 2013 im Alter von 84 Jahren.