Pressemitteilung

Minister
  • 10.02.2017

Europäischer Aktionstag zum Notruf 112 am 11. Februar

  • Krankenwagen. Quelle Fotolia

„Die Notrufnummer 112 rettet Leben! Unter dieser Nummer erreichen Sie bei Unfällen oder in schweren Notlagen die Feuerwehr und den Rettungsdienst – und das gilt europaweit“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, mit Blick auf den Aktionstag zur europäischen Notrufnummer, der an diesem Samstag, 11. Februar 2017, ist.

Um diese wichtige Nummer bei noch mehr Menschen bekannt zu machen, ist der 11. Februar europaweit zum Tag des Notrufs 112 ins Leben gerufen worden. Denn Umfragen zeigen immer wieder, dass nur den wenigsten Menschen bewusst ist, dass der Notruf europaweit einheitlich gilt.

In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kann über die 112 schnellstmöglich Hilfe gerufen und Feuerwehren sowie der Rettungs-dienst alarmiert werden. Seit Ende 2008 erreichen Hilfesuchende jederzeit eine Leitstelle, die - je nach Notfall - Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei verständigt. Das Verbreitungsgebiet umfasst neben allen EU-Mitgliedsstaaten auch die Türkei, Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino. „Für Reisende ist dieser große Geltungsbereich ein wichtiger Service, der in Extremsituationen Leben retten kann. Man kann mit der von zuhause bekannten Nummer Hilfe rufen“, betonte der Innenminister.

Die Notrufe können von jedem Telefon, egal ob Festnetz oder Mobilfunknetz, ohne Vorwahl abgesetzt werden. Bei Überlastung der Netze wird die Nummer 112 priorisiert, das heißt, andere Verbindungen werden eventuell getrennt, um den Notruf absetzen zu können.

Hör- und Sprachgeschädigte haben die Möglichkeit, bei einem Notfall die Notrufnummer 112 per Fax zu nutzen. Hierzu steht ein speziell entwickelter Vordruck zur Verfügung, der im Notfall einfach und schnell ausgefüllt werden kann. Dieser Service ist auch für Personen geeignet, die sich in der deutschen Sprache für einen telefonischen Notruf noch nicht sicher genug fühlen.

Wichtig ist, dass der Rettungsdienst unter 112 nur alarmiert wird, wenn sich Verunglückte oder Kranke in Lebensgefahr befinden oder schwere Gesundheitsschäden zu befürchten sind. Wenn Menschen dagegen an einer Erkrankung leiden, mit der sie normalerweise Ihren Hausarzt aufsuchen, die Probleme aber außerhalb der normalen Sprechzeiten auftreten, bietet die Telefonnummer 116117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes die richtige Hilfe. Dort bekommen Sie einen Allgemeinmediziner, der für allgemeine Krankheitsbilder sogar geeigneter sein kann als der hochspezialisierteste Notarzt. Neben dem Euro-Notruf 112 steht in Deutschland der Polizei-Notruf 110 den Menschen zur Verfügung.

Zu den wichtigsten Rufnummern für den Notfall hat das Innenministerium anlässlich des europäischen Aktionstages ein Medienpaket herausgegeben. Es bestehe aus einem Flyer mit ausführlichen Informationen zu den wichtigsten Notrufnummern, zwei Postern und einem Mustertext zur weiteren Veröffentlichung. Dieses Medienpaket steht in unserem Publikationsverzeichnis zum Download bereit.

Weitere Informationen:
http://im.baden-wuerttemberg.de/de/sicherheit/wichtige-rufnummern-fuer-den-notfall/


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