Patenschaften des Landes

Kulturpreise

Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises 2019 in Sindelfingen.

Das Land Baden-Württemberg vergibt im jährlichen Wechsel den Donauschwäbischen und den Russlanddeutschen Kulturpreis. Beide Preise sind Ausdruck der Patenschaften des Landes über die Volksgruppe der Donauschwaben und über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

Der Preis wird jeweils an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die durch ihr Engagement donauschwäbische bzw. russlanddeutsche Kultur und Identität sowohl in den Herkunftsländern als auch in der Bundesrepublik vermitteln, verbreiten und fördern. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Persönlichkeiten zusammensetzt, die von den donauschwäbischen Landsmannschaften (Landsmannschaft der Banater Schwaben, der Donauschwaben, der Deutschen aus Ungarn und der Sathmarar Schwaben) beziehungsweise von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, von der Künstlergilde e.V. Esslingen und vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration benannt werden.

Donauschwäbischer Kulturpreis 2021

2021 vergibt das Land Baden-Württemberg zum 40. Mal den Donauschwäbischen Kulturpreis. In diesem Jahr wird der Preis für den Bereich Kulturvermittlung (Literatur – Musik – Bildende Kunst – Medien) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2021.

Ausführliche Informationen zum Vergabeverfahren sind auf den Internetseiten des Hauses der Heimat des Landes Baden-Württemberg eingestellt. Gern erteilt das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg weitere Auskünfte (0711/66951-14).

Russlanddeutscher Kulturpreis 2020

Im Jahr 2020 wurde der Russlanddeutsche Kulturpreis für den Bereich "Literatur" vergeben. Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Frau Eleonora Hummel. Die Jury hob unter anderem hervor, dass ihr in bemerkenswerter Weise gelingt, Themen wie zum Beispiel die Erinnerungskultur und Mehrfachzugehörigkeit nicht nur für Personen mit russlanddeutschem Zuwanderungshintergrund zu platzieren, sondern diese in einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu überführen.

Eine Ehrengabe in Höhe von 2.500 Euro erhielt der russlanddeutsche Dichter, Prosaiker, Dramatiker und Übersetzer Wendelin Mangold. Als Trägerin des Förderpreises wurde Katharina Martin-Virolainen ausgewählt.

Die feierliche Übergabe des Russlanddeutschen Kulturpreises 2020 wurde pandemiebedingt auf Herbst 2021 verschoben.