Kulturerbe im Osten

Förderung der Kulturarbeit

Straßenzug in Orawitza (Rumänien).

Pflege der Geschichte und Kultur

Mit unseren Nachbarländern im Osten haben wir ein gemeinsames kulturelles Erbe. Im 20. Jahrhundert wurde diese Region Europas durch Flucht, Vertreibung und Umsiedlung tiefgreifend umgestaltet. 14 Millionen Deutsche waren davon betroffen.
 
Kultur und Geschichte der Deutschen im Osten sind Teil unserer Identität. Es ist nach wie vor ein besonderes Anliegen des Landes, entsprechend dem gesetzlichen Auftrag des Bundesvertriebenengesetzes, diese Geschichte und Kultur im Bewusstsein der Bürger zu erhalten und ihr einen angemessenen Platz zu geben.

Ausstellung im Donauschwäbischen Zentralmuseum. Quelle: Donauschwäbisches Zentralmuseum
  • Pflege von Geschichte und Kultur

Kulturarbeit

Mit einer Fülle von Projekten und Maßnahmen trägt das Land dazu bei, dass das Wissen um Geschichte und Kultur der historischen deutschen Ostgebiete und der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa im Bewusstsein der Bürger erhalten bleibt.

Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm. Quelle: Donauschwäbisches Zentralmuseum
  • Kultur- und Forschungseinrichtungen

Einrichtungen und Organisationen

Baden-Württemberg betreibt Kulturpflege mit eigenen staatlichen Kultur- und Forschungseinrichtungen, es engagiert sich finanziell und personell beim Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm und unterhält die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg und es fördert die Kulturarbeit der Landsmannschaften und Verbände der deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge.

  • Nachbarn im Osten

Schülerwettbewerb

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2018/2019 ist auch wieder der Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“ gestartet. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto "Weggehen – Ankommen – Zurückkehren: Baden-Württemberg und das östliche Europa".

Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises 2013 mit Innenminister Reinhold Gall. Quelle: Verein Haus der Donauschwaben e.V.
  • Patenschaften des Landes

Kulturpreise

Das Land Baden-Württemberg vergibt im jährlichen Wechsel den Donauschwäbischen und den Russlanddeutschen Kulturpreis. Beide Preise sind Ausdruck der Patenschaften des Landes über die Volksgruppe der Donauschwaben und über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

Besucher in einer Ausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums. Quelle: Donauschwäbisches Zentralmuseum
  • Sehenswertes

Veranstaltungen

Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen sollen dazu beitragen, vor allem auch bei der jungen Generation das Bewusstsein für die Jahrhunderte alte deutsche Geschichte und Kultur im Osten zu schärfen.

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Ungarndeutsche Heimatstube Schambek. Quelle: Rose Hajdu
  • Einen Besuch wert

Museen & Sammlungen

Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm, das Museum der Landsmannschaft in Pforzheim und andere Museen und Heimatstuben zeigen die Geschichte der aus Deutschland stammenden Siedler in Südosteuropa und sind immer einen Besuch wert.

Donautal bei Beuron. Quelle: Fotolia
  • Grenzüberschreitend

Donauraumstrategie

Die Donauraumstrategie verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Donauraum zu ausgewählten Themenfeldern zu verbessern und damit den Donauraum und auch die EU zu stärken. Sie wurde von der Europäischen Kommission erarbeitet und vom Europäischen Rat im Juni 2011 gebilligt.

Ein Pärchen recherchiert in der Bibliothek. Quelle: Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
  • Publikationen

Infomaterial

Über das vielfältige Kulturerbe im Osten können Sie sich bei verschiedenen Organisationen umfassend informieren, beispielsweise beim Haus der Heimat, beim Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde oder beim Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa.