Freiwillige Rückkehr

Ausreise

Freiwillige Rückkehr

  • Koffer neben einer geöffneten Tür. Quelle: Fotolia.

Ausländer, die in Deutschland nur ein vorübergehendes oder kein Aufenthaltsrecht erhalten haben, müssen ausreisen, sobald keine Ausreisehindernisse (mehr) vorliegen. Bis dahin erhalten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis oder eine Duldung.

Die konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht von nicht bleibeberechtigten Ausländern ist ein wichtiges ausländerpolitisches Ziel und wesentliches Element einer glaubwürdigen Ausländerpolitik. Dabei ist der freiwilligen Rückkehr im Interesse aller Beteiligten der Vorzug vor zwangsweisen Rückführungsmaßnahmen zu geben.
 
Darüber hinaus kommt die freiwillige Rückkehr auch für Ausländer in Betracht, die nicht ausreisepflichtig sind, aber unabhängig davon in ihr Heimatland zurückkehren möchten.
 
Das Innenministerium fördert die Rückkehr von ausreisepflichtigen beziehungsweise von finanziell bedürftigen rückkehrinteressierten Ausländern, indem es Projekte unterstützt, die ihrerseits Hilfestellung zur freiwilligen Rückkehr anbieten, zum Beispiel Rückkehrberatungsstellen.
 
Rückkehrberatungsstellen leisten individuelle Beratung, die dort ansetzt, wo der Einzelne Unterstützung und Begleitung braucht: bei der Sicherung des Lebensunterhalts im Heimatland (Arbeitsplatzsuche oder Existenzgründung), der Wohnsituation, dem Schulbesuch und der Ausbildung von Kindern, der ärztlichen Behandlung und Medikamentenversorgung usw.. Kernpunkt der Beratung ist es, Perspektiven für die dauerhafte wirtschaftliche und soziale Reintegration im Heimatland aufzuzeigen. Rückkehrberatung in diesem Sinne ist Hilfe zur Selbsthilfe.
 Die Förderung der freiwilligen Rückkehr liegt im humanitären Interesse. Das Innenministerium begrüßt und unterstützt es, wenn sich Städte, Gemeinden, Stadt- und Landkreise sowie Wohlfahrtsverbände bei der freiwilligen Rückkehr engagieren. Die Landesförderung ermöglicht dabei auch eine ergänzende Finanzierung zu dem von der Europäischen Union aufgelegten Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.
 
Mit der Durchführung des Förderprogramms des Landes ist das Regierungspräsidium Karlsruhe beauftragt. Antragsunterlagen und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums eingestellt.

Die freiwillige Rückkehr wird darüber hinaus durch das von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisierte REAG (Reisebeihilfe) /GARP (Starthilfe)-Programm finanziell unterstützt. Es handelt sich um ein humanitäres Hilfsprogramm für Ausländer, die mittellos sind und aus eigenem Entschluss weiterwandern oder auf Dauer in ihre Heimat zurückkehren möchten. Weitere Informationen sowie Antragsformulare erhalten Sie im Internetangebot der Internationalen Organisation für Migration.


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